Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Streiks in Griechenland Tausende Griechen demonstrieren gegen Sparkurs

Auch unter der neuen Regierung protestieren die Griechen weiter: Ein landesweiter Streik legte am Donnerstag den öffentlichen Dienst weitgehend lahm. Ein Ende der Krise scheint nicht in Sicht.
02.12.2011 - 03:09 Uhr 5 Kommentare
Auslöser der Proteste waren Zusicherungen der neuen griechischen Regierung an die ausländischen Kreditgeber, tief greifende Reformen im Land durchzusetzen Quelle: dpa

Auslöser der Proteste waren Zusicherungen der neuen griechischen Regierung an die ausländischen Kreditgeber, tief greifende Reformen im Land durchzusetzen

(Foto: dpa)

Athen Die Proteste gegen das harte Sparprogramm zur Sanierung der griechischen Staatsfinanzen gehen auch unter der neuen Regierung von Ministerpräsident Lukas Papademos weiter. Ein landesweiter Streik legte am Donnerstag den Öffentlichen Dienst weitgehend lahm, in Athen und Saloniki gingen Tausende gegen die Sparmaßnahmen auf die Straße.

In Athen schlossen sich rund 15.000 Personen einer friedlichen Kundgebung an, teilte die Polizei mit. Mit dem Rufe „Nicht mehr Armut, nicht mehr Lasten, Zeit für eine neue Gesellschaft“ zogen sie am Parlament vorbei. Zu dieser Kundgebung hatte eine kommunistisch orientierte Gewerkschaft aufgerufen. Einem Demonstrationsaufruf der beiden größten Gewerkschaften folgten wenig später an die 4.500 Personen.

Auch in Saloniki gab es zwei Demonstranten mit insgesamt 6.500 Teilnehmern. Der Streik brachte unterdessen große Teile des öffentlichen Lebens zum Erliegen. Am Donnerstagmorgen legten Beschäftigte des öffentlichen Verkehrssystems für 24 Stunden die Arbeit nieder, betroffen war auch der Fährverkehr. Schulen blieben geschlossen,
staatliche Krankenhäuser mussten mit reduziertem Personal auskommen. Der Flugverkehr war nicht betroffen.

Auslöser für den Streik waren Zusicherungen der neuen griechischen Regierung an die ausländischen Kreditgeber, dass sie weitere tief greifende Reformen im Land durchsetzen werde. Papademos hatte in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank und den Internationalen Währungsfonds versprochen, die steuerliche Konsolidierung fortzusetzen, um einen „gesunden Haushalt zusichern“ zu können.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Gewerkschafter: „Menschen zwischen Armut und Verzweiflung“
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    5 Kommentare zu "Streiks in Griechenland: Tausende Griechen demonstrieren gegen Sparkurs"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Um Gottes Willen blos nicht sparen. Wie viel Geld braucht ihr denn noch?

    • Man sollte objektiv berichten, die Streiks gestern waren die kleinsten seit langer, langer Zeit. Die Beteiligung an den Demonstrationen war äußerst gering. Also mal ganz ruhig und immer schön bei der Wahrheit bleiben.

    • Ab wann soll man denn streiken?

    • Demonstrationen und Streiks sind genau der falsche Weg, sie werden die griechische Gesellschaft in noch größere Schwierigkeiten bringen.

      Man hat den Eindruck, daß einige Gewerkschaften und Teile der Bevölkerung ihr Land und die Menschen absichtlich ins Unglück stürzen wollen. Niemand kann so dumm sein nicht begreifen zu können, daß nur Arbeit und Leistung Einkommen erzeugt.

    • Mittlerweile sollte der Dümmste erkennen, dass die EU mit ihrem Euro nicht funktioniert. Zurück zu Drachme, Peseta und DM!
      Der Euro hat viel Unfrieden gestiftet und treibt alle Völker, auch uns, in die Armut. Wir gehen halt als letzte unter - aber das ist auch kein Trost.

      Am Montag will Sarkozy mit Merkel mal wieder den Euro retten. Die wievielte Rettung ist das dann eigentlich? Man verliert schon den Überblick!
      Die Abstände zwischen den "Rettungen" werden jedoch immer kürzer.

      Das Vertrauen der Bevölkerung in diese Währung und diese EU ist doch unwiederbringlich verloren. Einen solchen politischen Murks hat seit langem niemand mehr gebaut.
      Weg damit!

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%