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Streit über Ministerienbesetzung Irakischer Übergangs-Ölminister soll Betrüger sein

Die Ernennung von Ahmed Chalabi zum neuen Übergangs-Ölminister des Iraks hat bei US-Experten heftige Kritik hervorgerufen. Chalabi habe zu wenig Erfahrung mit dem Energiesektor - und sei außerdem wegen Bankbetrugs verurteilt.
Übernahm zum Übergang die Leitung des irakischen Ölministeriums: Ahmed Chalabi. Foto: dpa

Übernahm zum Übergang die Leitung des irakischen Ölministeriums: Ahmed Chalabi. Foto: dpa

HB WASHINGTON. Die Regierungsbildung im Irak war am Donnerstag abgeschlossen worden. Allerdings konnten einige Ämter, darunter das Ölministerium, noch nicht besetzt werden. Als Notlösung einigten sich die Parlamentarier darauf, dass Ministerpräsident Ibrahim al-Dschafari und seine vier Stellvertreter die noch vakanten Ministerien kommissarisch übernehmen. Chalabi wurde daraufhin übergangsweise das Ölministerium zugeteilt.

Die Entscheidung stößt jedoch vor allem in den USA auf Unbehagen. „Nach Ansicht vieler Iraker ist das gewissermaßen, als machte man den Bock zum Gärtner“, sagte Anthony Cordesman, Nahost-Experte am Zentrum für Strategische und Internationale Studien in Washington. Der frühere Exilpolitiker und US-Verbündete Chalabi ist Umfragen zufolge einer der unbeliebtesten Politiker des Landes. Zudem sei Chalabi schon einmal wegen Bankbetrgs verurteilt worden.

Indes reist auch einen Tag nach der Regierungsbildung im Irak die Serie von Anschlägen nicht ab. Bei vier Autobombenanschlägen in Bagdad am Freitag starben nach Informationen des US-Nachrichtensenders CNN mindestens 17 Menschen. Über 30 weitere seien verletzt worden. Ziel der Attacke waren irakische Sicherheitskräfte.

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