Streit um Verbandsspitze Union Südamerikanischer Staaten schrumpft auf die Hälfte

Der Streit über einen neuen Generalsekretär hat Folgen: Die Union Südamerikanischer Staaten hat die Hälfte ihrer Mitglieder eingebüßt.
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Der Verband war von dem verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez ins Leben gerufen worden. Quelle: Reuters
Union Südamerikanischer Staaten

Der Verband war von dem verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez ins Leben gerufen worden.

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La PazSechs von zwölf Staaten sind vorläufig aus der Union Südamerikanischer Staaten ausgetreten. Boliviens Außenminister Fernando Huanacuni sagte am Freitag, es gebe Streit darüber, wer als neuer Generalsekretär der Verbands ausgewählt werden solle. Aus der Union stiegen vorerst Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Paraguay und Peru aus, und zwar für die Dauer eines Jahres. Unasur wurde vor zehn Jahren gegründet, um den US-Einfluss auf die Region einzudämmen.

Huanacuni kündigte für Mai Beratungen über den Ausstieg der Länder an. Paraguays Außenministerium erklärte in einer Stellungnahme, die Unmöglichkeit, einen Generalsekretär zu wählen, wirke sich negativ auf die Arbeit des Blocks auf. Alle sechs Staaten wollten nicht wieder eintreten, bis es „konkrete Ergebnisse“ gebe, die den Betrieb von Unasur sicherstellten.

Der Verband war von dem verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez ins Leben gerufen worden. Neben Venezuela und Bolivien verbleiben Ecuador, Guyana, Surinam und Uruguay in der Gruppe.

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