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Studie EU-Handelsdaten deuten auf Umsatzsteuer-Betrug hin

Handelsdaten der Europäischen Union weisen einer Studie zufolge auf massiven Betrug bei der Umsatzsteuer hin. Die EU-Staaten könnte das mehrere Milliarden Euro kosten.
07.01.2020 - 13:00 Uhr Kommentieren
Zwei Wirtschaftsinstitute vermuten in einer Studie Steuerhinterziehung als eine Ursache des EU-Handelsüberschusses. Quelle: dpa
EU

Zwei Wirtschaftsinstitute vermuten in einer Studie Steuerhinterziehung als eine Ursache des EU-Handelsüberschusses.

(Foto: dpa)

Berlin Der am Dienstag veröffentlichten Analyse der Wirtschaftsforschungsinstitute ifo und IfW Kiel zufolge hatten die 28 EU-Staaten untereinander im Jahr 2018 einen Handelsüberschuss von 307 Milliarden Euro – obwohl bei korrekter Erfassung aller Im- und Exporte zwischen EU-Staaten am Ende eine Null unter dem Strich stehen müsste. Messfehler alleine könnten die Abweichung nicht erklären. Die Institute vermuten vielmehr einen massiven Umsatzsteuerbetrug, der die EU-Staaten geschätzte 30 bis 60 Milliarden Euro pro Jahr koste.

„Steuerhinterziehung ist als eine Ursache des EU-Handelsüberschusses hochwahrscheinlich und kostet den Steuerzahler jedes Jahr Milliarden“, erklärten die Studienautoren, IfW-Präsident Gabriel Felbermayr und ifo-Forscher Martin Braml.

„Wenn Unternehmen Umsätze als Exporte deklarieren, sind diese von der Umsatzsteuer befreit. Werden diese Umsätze aber gar nicht im Ausland erzielt, sondern im Inland, fehlen sie in der Importstatistik des angeblichen Handelspartners und bleiben damit unversteuert.“

Im Schnitt seien in den Mitgliedsländern 18 Prozent zu viel Warenexporte und 26 Prozent zu viel Dienstleistungsexporte gemeldet worden. Die Forscher empfehlen deshalb einen digitalen, automatisierten Datenabgleich von Importen und Exporten innerhalb der EU, um Bilanzfehler zu verringern und Betrug zu erschweren.

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    Mehr: Die EU will Konzerne zu mehr Steuertransparenz verpflichten – könnte allerdings genau das Gegenteil erreichen. EU-Unternehmen drohen besondere Nachteile.

    • dpa
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