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Studie EU-Staaten könnten Milliarden sparen

Durch das Festhalten an nationalen Strukturen leisten sich die EU-Staaten teuren Luxus. Laut einer Studie des ZEW und der Bertelsmann-Stiftung könnten sie durch gemeinsame Botschaften und eine Europaarmee viel sparen.
11.07.2013 - 11:27 Uhr 37 Kommentare
Chinesischer Polizist vor der EU-Botschaft in Peking: Statt 28 einzelner Botschaften könnten die EU-Staaten durch eine Zusammenlegung viel Geld sparen. Quelle: dpa

Chinesischer Polizist vor der EU-Botschaft in Peking: Statt 28 einzelner Botschaften könnten die EU-Staaten durch eine Zusammenlegung viel Geld sparen.

(Foto: dpa)

Die EU-Staaten könnten durch eine verstärkte Zusammenarbeit Milliarden sparen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Bertelsmann-Stiftung in einer gemeinsamen Studie. Durch das Festhalten an nationalen Strukturen entstünden unnötig hohe Kosten. In ihrer Untersuchung befassen sich die Forscher mit drei Politikfeldern: Erstens mit der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), zweitens mit der Außenvertretungen und drittens mit der Verteidigung.

Die gemeinsame Frage für alle diese Politikfelder lautet, inwieweit Europa einen Mehrwert schaffen und die gleiche Leistung für weniger Geld anbieten kann, als dies bislang die Nationalstaaten tun. „Europa gibt nicht unbedingt zu wenig Geld aus - Europa schafft mit seinem Geld vielmehr einen zu geringen Mehrwert, sagt ZEW-Forscher Friedrich Heinemann.

Für die Agrarpolitik, die immer wieder als Subventionsgrab kritisiert wird, mag die Suche nach einem „europäischen Mehrwert überraschen. Indessen könnte sie insoweit sinnvoll sein, als sie hilft, kostspielige nationale Subventionswettläufe zu verhindern. Die empirische Analyse zeigt, dass bei einer Nationalisierung der Agrarpolitik nicht mit geringeren Kosten zu rechnen wäre.

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    Echten Mehrwert könnten nach den Berechnungen der Forscher hingegen gemeinsame europäische Botschaften und Konsulate bringen. Hier seien Einsparungen von 6 bis 19 Prozent der heutigen Kosten vorstellbar, wenn die EU-Staaten sich auf Botschaften mit 28 Flaggen einlassen würden. In absoluten Beträgen könnten somit die jährlichen Ausgaben um bis zu 1,3 Milliarden Euro gedrückt werden. Dabei berücksichtigen die Berechnungen sogar, dass solche Botschaften weiterhin für Sprachen oder für die Pflege nationaler Sonderinteressen besonderes Personal benötigen würden.

    Noch bedeutsamer wäre eine stärkere europäische Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik. Das Forscherteam hat hier die Bandbreite möglicher Einsparungen errechnet, die sich für die Errichtung von integrierten Landstreitkräften in der EU ergeben würden und beziffert diese auf Beträge zwischen drei und neun Milliarden Euro jährlich, ohne dass dadurch die militärische Leistungsfähigkeit verringert würde.

    Allerdings enthält die Bertelsmann-ZEW-Studie auch eine Warnung: Die errechneten Kosteneinsparungen lassen sich nur dann realisieren, wenn die Übernahme der neuen Aufgaben durch die EU nicht mit einer Anhebung der Gehälter gegenüber dem nationalen Niveau einhergeht.

    Würden alle Botschaftsangehörigen oder europäischen Soldaten in Zukunft mit EU-Gehältern bezahlt, dann würde dies unweigerlich alle Chancen auf Kostensenkung zunichtemachen.

     

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    37 Kommentare zu "Studie: EU-Staaten könnten Milliarden sparen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wer schützt uns vor diesem neuen unantastbaren ADELSTAND ?

      Diese selbsternannten "ELITEN" aus Politik und Wirtschaft steuern EUROPA in die KATASTROPHE, nicht zu fassen !

      Fahrlässige DEMOKRATIE-Gefährdung !!!


    • Die Deutsche Presselandschaft pariert angesichts einer sich verschärfenden Gesamtlage bzw. angesichts bereitstehender Sponsormittel bwz politischer Wünsche.
      Journalisten wollen halt auch ihre Lieben versorgen.

      Hampelmannpresselandschaft !!!. Dennoch: habt Verständnis.

    • Hier kann man exemplarisch sehen für wie doof wir eigentlich gehalten werden.

      Nun ja, ist es denn ein Wunder, dass jemand auf die Idee kommt?

    • Botschaften zusammenlegen geht nicht.

      Natürlich geht das. Wird doch schon gemacht durch die Franzosen, die da einen neuen Zweig entdeckt haben. Falls keine Repräsentation vor Ort des jeweiligen Landes ist, wendet man sich vertrauensvoll an die Franzosen.

      Somit kann man eigentlich alle Botschaften abschaffen ausser den Franzosen. Von wem kommt der Vorschlag, von Barnier? Was für ein Zufall.

    • Wir leisten uns ja auch 2 Regierungsorte.

    • Sie sprechen von Müll ?

    • Was soll diese EUDSSR Propaganda?

      Überall wird gespart und entlassen, nur die Zahl der EU-Beamte erhöht sich ständig!

      Rund 55000 EU-Mitarbeiter sind nicht genug.
      Weil's so viel zu tun und zu regulieren gibt, erhöht die EU nun die Zahl der Kommissare, welche das Schicksal ihrer Untertanen bestimmen.


      Soviel verdienen Brüsseler Beamte:

      1760 EU-Beamte verdienen mehr als der deutsche Bundespräsident (18083 Euro)

      4365 EU-Beamte verdienen mehr als die Bundeskanzlerin (16275 Euro)

      8752 EU-Beamte verdienen mehr als Bundesminister (13039 Euro)

      11117 EU-Beamte verdienen mehr als ein beamteter Staatssekretät (12360 Euro)

      26297 EU-Beamte verdienen mehr als ein Bundestagsabgeordneter (7875 Euro)


      Warum berichten die Systemmedien nicht über die EU-Maden im Speck?

      Welche Macht haben die Medien bzw. Medienmacher in unserer Gesellschaft?

      Wer steht hinter den gleichgeschalteten Systemmedien?

      Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" suchen.

    • Am meisten Geld sparen wir, wenn wir Euro und EU gleichzeitig abschaffen. Alles andere läuft auf eine Entmündigung Deutschlands, Degradierung zum Zahlaffen und eine EU-Verordnungsdiktatur hinaus. So einfach ist der Sachverhalt.

    • Sollen die Bürger nun weich geschossen werden für ein Barosow - Merkel - Frankreichbündnis?
      Wir könnten sehr viel Geld einsparen, wenn wir die ausufernde Bürokratie endlich einschränken würden und die vielen Lügeninstitutionen abschaffen würden.
      Einige Vorschläge zur Kostensenkung in der EU:
      1. Die Abgeordneten werden bezahlt wie in ihren nationalen Parlamenten und jeder Posten in Brüssel ist mit der Kürzung in nationalen Parlament umzusetzen.
      2. Mitarbeiter der EU werden bezahlt wie Beamte in der Staaten woher sie kommen.
      3. Parlamentarier sind nicht mehr ihrem Gewissen verpflichtet und strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen für den Mist, der aus Brüssel so kommt! Ein Gewissen haben Politiker ja sowieso nicht!
      4. Studien die trotz erwiesener Falschleistung bezahlt werden hat der verantwortliche Politiker / Minister aus der eigenen Tasche zu bezahlen(siehe Finanzstudie Sachsen - Anhalt durch Herrn Bullerjahn angefertigt von Herrn Prof. Deubel.)
      4. Politiker der nationalen Parlamente sollen auf das Lohnniveau ihrer Mitarbeiter zurückgestuft werden - siehe Bundestagsgehälter für hochqualifizierte Mitarbeiter.

      So könnten wir die Staatsausgaben beträchtlich senken und Steuern sparen.
      Nebenbei sollte man bei der Erweiterung der Befugnisse der EU auch einmal die Bürger fragen. was sie davon halten. Nicht für umsonst konnte sich die AfD in Deutschland als Partei entwickeln.

    • Ja, die nationalen Strukturen sind schon sehr lästig.
      "Für die Agrarpolitik, die immer wieder als Subventionsgrab kritisiert wird, mag die Suche nach einem „europäischen Mehrwert“ überraschen. "
      Die Agrarpolitik ist kein "Subventionsgrab", sondern ein Grab für Steuergeld, was in Subventionen verwandelt wurde. Was könnte man wohl sparen, wenn man EU-weit jegliche Form von Subventionierung abschaffen würde? Ansonsten bleibt mir nur auf Herrn Biedenkopfs Aufsatz zur Subsidiarität und funktionierenden lokalen Einheiten zu verwesein.

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