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Stuxnet und Co. US-Republikaner vermuten Geheimnisverrat im Weißen Haus

Eine „Kaskade an undichten Stellen“ nannte ein US-Senator die neuesten Geheimdienst-Enthüllungen in den USA. Einige glauben, US-Präsident Obama mache auf Kosten von Staatsgeheimnissen Wahlkampf.
08.06.2012 - 01:01 Uhr Kommentieren
US-Präsident Barack Obama, im Hintergrund der republikanische Senator John McCain. Quelle: dapd

US-Präsident Barack Obama, im Hintergrund der republikanische Senator John McCain.

(Foto: dapd)

Washington Die neuerliche Preisgabe von Staatsgeheimnissen in den US-Medien sorgt für erheblichen Unmut in Washington. Mehrere hochrangige Kongressmitglieder geißelten am Donnerstag die „gefährlichen“ Informationslecks in jüngster Zeit und forderten zügige Aufklärung.

Es habe zuletzt eine „Kaskade an undichten Stellen in der Geheimdienstgemeinschaft“ gegeben, kritisierte der Senator Saxby Chambliss. Manche verdächtigen gar Präsident Barack Obama, mit den Lecks politisches Kapital zu schlagen.

Innerhalb weniger Wochen waren in den USA mehrfach vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit durchgesickert. So gab es Berichte, dass Obama den Angriff auf iranische Atomanlagen mit dem Computervirus Stuxnet vor zwei Jahren persönlich angeordnet habe.

Auch dass der Präsident selbst tödliche Drohnenangriffe gegen Terroristen freigebe, wurde kürzlich durch einen Artikel in der „New York Times“ bekannt.
„Wenn Leute sagen, sie wollen nicht mit den USA zusammenarbeiten, weil sie uns keine Geheimnisse anvertrauen können, dann ist es ernst“, sagte die demokratische Senatorin Dianne Feinstein und Vorsitzende des Geheimdienstausschusses.

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    Republikanische Kongressmitglieder äußerten den Verdacht, das Weiße Haus selbst könnte hinter der Lecks stecken, um Obama im laufenden Präsidentschaftswahlkampf als harten Sicherheitspolitiker aufs Schild zu heben.

    Es sei „schwierig, der Schlussfolgerung zu entkommen“, dass hinter den Enthüllungen eine „politische Motivation“ stecke, sagte Senator John McCain. Das Weiße Haus hatte bereits zuvor solche Vermutungen zurückgewiesen.

    • dpa
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