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Südamerika Venezuelas Opposition erhält offenbar Hilfszusagen über 100 Millionen Dollar

Während sich die Opposition weiter um Hilfe für die notleidende Bevölkerung bemüht, blockiert Machthaber Nicolás Maduro jegliche Form von Hilfslieferungen.
Update: 15.02.2019 - 04:59 Uhr Kommentieren
Der unter anderem von den USA und zahlreichen EU-Staaten unterstützte Interimspräsident Venezuelas will Hilfsgüter in das Krisenland holen. Quelle: AFP
Juan Guaido

Der unter anderem von den USA und zahlreichen EU-Staaten unterstützte Interimspräsident Venezuelas will Hilfsgüter in das Krisenland holen.

(Foto: AFP)

Washington Im Kampf gegen die humanitäre Krise in Venezuela hat die Opposition eigenen Angaben zufolge internationale Hilfszusagen in Höhe von mehr als 100 Millionen US-Dollar (88,5 Millionen Euro) erhalten. „Die Mittel werden für Medikamente und Lebensmittel verwendet“, schrieb der für die humanitäre Hilfe zuständige Abgeordnete Lester Toledo am Donnerstag auf Twitter.

Zuvor hatten Vertreter des selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó und Repräsentanten mehrerer Länder bei einer Konferenz der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington über die humanitäre Hilfe für den Krisenstaat beraten. Die OAS legte einen Fonds auf, über den die Spenden gesammelt werden.

In Depots an der Grenze zu Venezuela stehen schon zahlreiche Hilfsgüter für die notleidende Bevölkerung bereit. Präsident Nicolás Maduro hält die Lieferungen allerdings für einen Vorwand für eine militärische Intervention und will sie nicht ins Land lassen. Im Machtkampf mit Guaidó hält das Militär bislang noch zu Maduro und lässt die Güter nicht passieren. „Das Regime blockiert die humanitäre Hilfe, weil es sie nicht braucht“, sagte Guaidós Botschafter in den USA, Carlos Vecchino. „Es sind die Bürger, die Hunger leiden, nicht sie.“

Unterdessen hat Maduro Gesprächsbereitschaft mit den USA signalisiert. Er wolle den US-Sondergesandten Elliott Abrams in sein Land einladen, sagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Dabei enthüllte er auch, dass sich sein Außenminister Jorge Arreaza kürzlich zwei Mal heimlich mit Abrams in New York getroffen habe. Vier Tage vor dem zweiten Treffen hatte der US-Sondergesandte für Venezuela noch erklärt, die Zeit für Dialog mit der Regierung von Maduro sei längst verstrichen.

Maduro übte zwar im Interview scharfe Kritik an der konfrontativen Haltung der Regierung von US-Präsident Donald Trump im Machtkampf in Venezuela. Doch äußerte er die Hoffnung auf ein Treffen mit Trump, um die Pattsituation zu überwinden. Die USA erkennen Maduros Widersacher Juan Guaidó als rechtmäßigen Interimspräsidenten an. Maduro betonte erneut, dass er nicht an Rücktritt denke.

Die von den USA bereitgestellten Hilfsgüter für notleidende Venezolaner, die aktuell an der Grenze zu Kolumbien lagern, bezeichnete er als „Krumen“ im Vergleich zu den milliardenschweren venezolanischen Vermögenswerten, die die US-Regierung eingefroren habe.

  • dpa
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