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Südkorea Moon will enge Zusammenarbeit mit Biden-Regierung bei Nordkorea

Das nordkoreanische Atomprogramm bereitet Südkorea und den USA noch immer Sorgen. Nun plant Südkorea den Ausbau des eigenen Raketenarsenals.
22.05.2021 - 02:19 Uhr Kommentieren
Moon und Biden einigten sich darauf, Beschränkungen bei der Raketenentwicklung in Südkorea aufzuheben. Quelle: Reuters
Südkoreas Präsident Moon Jae-in und US-Präsident Joe Biden

Moon und Biden einigten sich darauf, Beschränkungen bei der Raketenentwicklung in Südkorea aufzuheben.

(Foto: Reuters)

Washington Die USA und Südkorea sind angesichts des Atomwaffenprogramms des kommunistischen Nordkoreas „sehr besorgt“ und wollen auf eine „diplomatische“ Lösung setzen. Das erklärte US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem südkoreanischen Kollegen Moon Jae In.

In Gesprächen mit Pjöngjang müsse es darum gehen, „pragmatische Schritte zu unternehmen, die die Spannungen verringern, während wir uns in Richtung unseres finalen Ziels bewegen, der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel“, sagte Biden am Freitag. „Wir machen uns keine Illusionen darüber, wie schwierig das ist“, räumte der US-Präsident ein. Biden kündigte zudem die Ernennung eines Nordkorea-Gesandten an, den US-Diplomaten Sung Kim.

Moon begrüßte die Ernennung des Sondergesandten und den Willen der US-Regierung, sich auf diplomatischem Weg um die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu bemühen. „Ich habe große Erwartungen“, sagte er einer Übersetzerin des Weißen Hauses zufolge. Das Ziel sei es, einen nachhaltigen Frieden zu erreichen, fügte er hinzu.

Biden versprach, den Kurs gegenüber Nordkorea eng mit Südkorea abzustimmen. Das „eiserne“ Bündnis der Vereinigten Staaten mit Südkorea bezeichnete Biden als den „Dreh- und Angelpunkt für Frieden, Sicherheit und den Wohlstand“ in der Region. Die USA und Südkorea wollen Pjöngjang zur Aufgabe seines Atomwaffenprogramms bewegen. Nordkorea ist deswegen internationalen Sanktionen unterworfen und diplomatisch weitgehend isoliert. Die USA haben in Südkorea Tausende Soldaten stationiert.

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    Wiederherstellung der „Raketen-Souveränität“

    Das Weiße Haus hatte im April bekanntgegeben, seine Überprüfung der Nordkorea-Politik abgeschlossen zu haben. Biden werde sich nicht an die Strategien von Trump und dem früheren Präsidenten Barack Obama bei Nordkorea halten. Die Regierung hat aber noch nicht erläutert, wie sie die atomare Abrüstung des Landes schaffen wolle. Moon will Biden zu neuen diplomatischen Bemühungen gegenüber Nordkorea ermutigen.

    Künftig soll Südkorea zudem größere Freiheiten erhalten, sein Raketenarsenal auszubauen. Bei ihrem Treffen einigten sich Biden und Moon darauf, die Aufhebung noch bestehender Richtlinien für Beschränkungen bei der Raketenentwicklung durch Südkorea aufzuheben. Nach Beratungen mit den USA könne Südkorea „die Beendigung seiner geänderten Raketenrichtlinien verkünden, und die Präsidenten bestätigten diese Entscheidung“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

    Moons Sicherheitsberater beschrieben die Einigung nach Angaben des Präsidialamts in Seoul als Wiederherstellung der „Raketen-Souveränität“. Wie Südkorea künftig die Vereinbarung konkret umsetzen will, war zunächst unklar. Die Richtlinien gingen auf ein Abkommen von 1979 zurück, wonach Südkorea die Reichweite seiner Raketen auf maximal 180 Kilometer anfangs beschränken musste, um im Gegenzug Raketen und Raketentechnologie aus den USA zu beziehen.

    Beide Länder hatten in den vergangenen Jahren die Richtlinien angesichts des verschärften Konflikts um das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas mehrmals geändert, um die Regulierungen zu lockern. Die Reichweite für Militärraketen war zuletzt weiter auf maximal 800 Kilometer begrenzt. Die Beschränkung für das Gewicht der Sprengköpfe auf maximal 500 Kilogramm wurde jedoch aufgehoben.

    Mehr: Im US-Kongress hatte Biden Nordkorea als „ernste Bedrohung“ für die Sicherheit der USA und der Welt bezeichnet. Das Land droht den USA nun mit Konsequenzen.

    • dpa
    • ap
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