S&P-Drohung Rating-Riese bedroht ein Herzstück der EU

Nachdem S&P gegen 15 Euro-Länder eine Rating-Warnung ausgesprochen hat, sind jetzt Banken dran. Auch wichtige EU-Institute, wie die Europäische Investitionsbank sind betroffen. Eine Abstufung wäre eine Katastrophe.
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Das Euro-Symbol. Quelle: dpa

Das Euro-Symbol.

(Foto: dpa)

LondonJetzt wird es blutig: Die Ratingagentur Standard & Poor's droht auch der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Entwicklungsbank des Europarates (CEB) mit einer Herabstufung. S&P versah am Donnerstag die beste Bonitätsnote „AAA“ für das Langfrist-Rating für EIB und CEB mit einem negativen Ausblick.

Der Schritt folgt der 5. Dezember von S&P ausgesprochenen Drohung, 15 Länder der Euro-Zone herabzustufen - darunter Deutschland und Frankreich. S&P begründete die Überprüfung der Länder mit den erheblichen Unsicherheiten im Zuge der Schuldenkrise.

Der negative Ausblick für EIB und CEB spiegele die Besorgnis wider, dass sich die Probleme in der Euro-Zone auch auf diese Institutionen auswirken könnten, teilte S&P mit.

Die EIB fördert die Ziele der Europäischen Union durch die langfristige Finanzierung tragfähiger Investitionen. Sie bietet Kunden im privaten und öffentlichen Sektor Darlehen, technische Hilfe, Garantien und Risikokapital an.

Die Entwicklungsbank des Europarates CEB vergibt langfristige zweckgebundene Darlehen für soziale Zwecke. Sie fördert unter anderem Projekte in Ausbildung, Gesundheit und Umweltschutz. Ziel ist die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den am wenigsten begünstigten Regionen Europas.

Eine Herabstufung der beiden EU-Banken wäre somit eine Katastrophe und würde quasi an den Grundfesten der Europäischen Union rütteln. Immerhin hat sich die EIB sich ihrer Gründung 1957 durch den EWG-Vertrag zu einem bedeutenden Faktor der Politik des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts in der Europäischen Union entwickelt. Veliert sie ihr Top-Rating bedroht das auch langfristige Investitionsfinanzierungen oder verteuert diese zumindest.

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Quelle: Information Research

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12 Kommentare zu "S&P-Drohung: Rating-Riese bedroht ein Herzstück der EU"

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  • "Naja, wenn ich mir die Griechen und die stolzen Römer ansehe, dann bereiten sich beide wohl gerade darauf vor, in den Abgrund zu gehen."

    In Bezug auf die Griechen so weit so gut. Sie sollten aber nicht die Italiener mit den Griechen gleich setzten, das ist Schwachsinn und zwar in Bezug auf die Mentalität und die Leistungsfähigkeit.

  • Naja, wenn ich mir die Griechen und die stolzen Römer ansehe, dann bereiten sich beide wohl gerade darauf vor, in den Abgrund zu gehen.

    Aber der totale Zusammenbruch MUSS kommen, bevor die wieder zur Besinnung (zum Arbeiten) kommen.

  • Sie sind offensichtlich Einer von Jenen Menschen,die gerne persönlich werden.Ich weiß gut,von was ich schreibe.Auch,wenn ich mich wohl etwas undeutlich ausdrückte.
    Sie jedoch disqualifizieren sich mit nur 1em Satz.

  • Ist er nicht.Ich hab den Bericht gelesen.Haben Sie Ahnung von FiBu?Die Banken geben ihren verteuerten "Einkauf" an Geld weiter.Ein Unternehmen(allgemein),welches sich durch Schummelei Liquidität verschafft,wird kurz-oder längerfristig daran zerbrechen oder rückständig in den Zahlungen.
    Was dann wieder zu Lasten der Bank geht und/oder dem Steuerzahler,Lieferanten usw.
    Daß es aber in den Banken,Finanzwelten und Unternehmen nicht immer legitim zugeht,sollte doch nichts Neues sein.Die Schlagzeile halte ich deshalb für "befangen" oder überspitzt formuliert.
    Natürlich ist das Thema noch viel weitreichender.Kurz gesagt,ist eine Abwertung keine Lösung.
    Eine aufwändige Prüfung wäre zB ein Lösungsgedanke.Doch kostet das Zeit und Geld,und,wer mag sagen,ob die Arbeit des Prüfers dann auch zu 100% korrekt war?
    Oft wird nur stichprobenartig geprüft..
    Die Auflagen und Probleme bei Kreditvergabe kommen nicht aus dem Nirwana.
    Nur,wer sucht die Fehler?
    Ich bin beruflich oft in Firmen und seh Listen namentlich:Kunde xy-nur bar.Warum wohl?Zahlungsverzug,Zahlungsausfall.
    Das sind alles auch Bankkunden.Sprich Unternehmer.
    Unsere Mittelständler.
    Meine Meinung ist,daß Herzstück von Europa ist die produzierende Wirtschaft und die dazugehörigen Arbeiter.Nicht die Banken.



  • Sabine

    Sie sind einfach nur ein Blindgänger , der/die sich

    hier nur als Witzfigur darstellt !

  • @Sabine, Ihr Kommentar ist völlig konfus!
    Warum dürfen Sie aus datenschutzrechtlichen Gründen hier nichts sagen?
    Für welche Akteure wird denn im vorliegenden Bericht geworben?
    Statt nur rumzumeckern, hätte ich mir von Ihnen einen brauchbaren Lösungsansatz an dieser Stelle erhofft!

  • Sehr geehrte Damen und Herren vom Handelsblatt;

    Es wird höchste Zeit,daß diese ganze Vetterleswirtschaft mal ausgebremst wird!Ich hab zum Teil Einblick in Vorgänge von Unternehmen und Banken,wie sicher andere Leser auch hier.
    Da würd mancher die Händ überm Kopf zusammenschlagen!Und,mancher Anleger würde sich überlegen,was er da tut.
    Aus datenschutzrechtlichen Aspekten darf ich jedoch dazu öffentlich nichts sagen.
    Aber,hier weiterhin für Verständnis zu werben für die Akteure,find ich unangebracht.
    Relevant wären mal Recherchen ihres Blattes statt von der dpa die Berichte zu übernehmen.
    Wenn ich das schon lese!..Ja,is doch wahr!

  • Zitat aus der Veröffentlichung der DiePresse.com vom 17.02.2009:

    "18,2 Billionen Euro faule Werte vergiften europäische Banken
    44 Prozent der Vermögens-Werte der europäischen Banken sind "faul" oder unverkäuflich - in Summe 18,2 Billionen Euro. Dieses systemische Risiko könnte weitere Banken-Hilfspakete notwendig machen.
    Die europäischen Banken sitzen derzeit auf 16,3 Billionen Pfund (18,2 Billionen Euro) giftiger Wertpapiere. Demnach seien derzeit rund 44 Prozent aller Vermögenswerte der europäischen Banken "faul" oder unverkäuflich und könnten für das EU-weite Bankensystem ein "systemisches" Risiko bedeuteten. Das geht aus einem Papier der EU-Kommission hervor, auf das sich die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" beruft..."

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/453406/182-Billionen-Euro-faule-Werte-vergiften-europaeische-Banken

  • Langsam kommen die Investitionen in den "abgeschriebenen" US $ wieder zurück, bei den US läuft doch alles nach Plan!!

    Und wie ist der Plan der Chinesen? die müssen um ihre US $ Reserven und Anleihen nicht bangen und haben damit eine Sorge weniger, also schön stillhalten und sich freuen

    ---> zurück zu dem alten künstlichen "Gleichgewicht" ;)

  • Langsam kommen die Investitionen in den "abgeschriebenen" US $ wieder zurück, bei den US läuft doch alles nach Plan!!

    Und wie ist der Plan der Chinesen? die müssen um ihre US $ Reserven und Anleihen nicht bangen und haben damit eine Sorge weniger, also schön stillhalten und sich freuen

    ---> zurück zu dem alten künstlichen "Gleichgewicht" ;)

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