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Supreme-Court-Kandidat Fall Kavanaugh – Mutmaßliches Opfer berichtet von Morddrohungen

Vor dem Showdown berichtet Christine Blasey Ford von Schikanen und Morddrohungen – und will das FBI einschalten, ehe sie vor dem Gremium aussagt.
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Brett Kavanaugh – Mutmaßliches Opfer berichtet von Morddrohungen Quelle: AFP
Brett Kavanaugh

Harte Anschuldigungen: dem Supreme Court-Kandidaten wird vorgeworfen, eine Frau in den 80er Jahren missbraucht zu haben.

(Foto: AFP)

WashingtonSeit Bekanntwerden des Vorwurfs sexueller Nötigung gegen den Supreme-Court-Kandidat Brett Kavanaugh wird das mutmaßliche Opfer nach eigenen Angaben schikaniert und mit dem Tode bedroht. Ihre Familie habe umziehen müssen, hieß es in einem Brief der Anwälte von Christine Blasey Ford, der dem Justizausschuss im Senat am Dienstag (Ortszeit) zuging.

Darin forderte die Uniprofessorin zudem, dass zunächst das FBI zu ihren Vorwürfen gegen Kavanaugh ermitteln solle, ehe sie vor dem Gremium im Oberhaus aussage. Zugleich betonte Ford, mit dem Justizausschuss kooperieren zu wollen.

Die Psychologieprofessorin schilderte der „Washington Post“ am Wochenende, dass Kavanaugh und ein Freund sie in den frühen 80er Jahren während einer Party in einem Haus in Maryland in einem Schlafzimmer festgehalten hätten, als sie etwa 15 und Kavanaugh etwa 17 gewesen seien. Kavanaugh habe sie aufs Bett gedrückt und versucht, ihr die Kleider auszuziehen. Sie habe versucht zu schreien, aber Kavanaugh habe ihr den Mund zugehalten.

Ford konnte nach eigenen Angaben entkommen, als der Freund auf sie beide gesprungen sei und alle zu Boden gegangen seien. Kavanaugh, der Wunschkandidat von Präsident Donald Trump für einen vakanten Richterposten am Obersten Gerichtshof der USA, hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Am kommenden Montag sollen Kavanaugh und Ford vor dem Justizausschuss des Senats angehört werden.

Trump hält an seinem Kandidaten fest und sprach von „einer kleinen Verzögerung“ in dessen Bestätigungsverfahren im Senat. Zugleich warf der Präsident den oppositionellen Demokraten politisches Taktieren vor. Sie hätten bis zur letzten Minute damit gewartet, den nach Angaben der Beschuldigerin mehr als 30 Jahre zurückliegenden Vorfall vorzubringen. Er habe großes Mitleid mit Kavanaugh, sagte Trump zuletzt.

Der Fall gilt gerade im Lichte der in sechs Wochen anstehenden Kongresswahlen als politisch hochbrisant. Mit Kavanaugh würde das über die Verfassung wachende höchste Gericht der Vereinigten Staaten weiter nach rechts rücken. Trump möchte dessen Bestätigung noch vor den Zwischenwahlen im November durch den Senat bringen.

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