Syrien Al-Qaida will Kämpfe zwischen Islamisten beenden

In Syrien geraten immer wieder militante Islamisten aneinander. Das Terrornetzwerk al-Qaida will das beenden. Die ISIS hatte Tage zuvor erklärt, al-Qaida habe sich von den Grundsätzen des „Heiligen Kriegs“ entfernt.
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Auto-Bomben flogen in Homs in die Luft: Auslöser der Kämpfe zwischen den „Dschihadisten“ waren Rivalitäten und ein Streit um Waffen. Quelle: dpa

Auto-Bomben flogen in Homs in die Luft: Auslöser der Kämpfe zwischen den „Dschihadisten“ waren Rivalitäten und ein Streit um Waffen.

(Foto: dpa)

IstanbulDie militanten Islamisten in Syrien sollen nicht mehr gegeneinander kämpfen. Das hat der Anführer des Terrornetzwerkes al-Qaida, Eiman al-Sawahiri, in einer Audio-Botschaft gefordert, die am Freitag über die Internet-Plattform YouTube veröffentlicht wurde.

Er forderte die Gruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) von Abu Bakr al-Baghdadi auf, sich aus Syrien zurückzuziehen und ihre Operationen künftig auf den Irak zu begrenzen. Die Al-Nusra Front unter Abu Mohammed al-Dschaulani solle ihrerseits alle Angriffe auf noch bestehende ISIS-Stützpunkte in Syrien einstellen, fügte er hinzu.

Ein führendes Mitglied von ISIS hatte vor einigen Tagen erklärt, die al-Qaida-Führung um Al-Sawahiri habe sich von den Grundsätzen des „Heiligen Krieges“ entfernt. Al-Dschaulani hat dagegen seine Loyalität mit der al-Qaida-Führung bekundet.

Die Kämpfe zwischen der vor allem aus Syrern bestehenden Al-Nusra Front und der Gruppe ISIS, der vorwiegend ausländische Kämpfer angehören, hatten Anfang des Jahres begonnen. Auslöser der Kämpfe zwischen den „Dschihadisten“ waren Rivalitäten und ein Streit um Waffen. Im syrischen Bürgerkrieg sollen seit 2011 bereits mehr als 150.000 Menschen getötet worden sein.

  • dpa
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