Syrien Arabische Liga will Rebellen bewaffnen

Bisher hat der Vorsitzende der syrischen Opposition auf den Westen gesetzt. Beim Gipfeltreffen der Arabischen Liga schien der Wind zu drehen. Sie sprach der syrischen Opposition nicht nur den UN-Sitz Syriens zu.
Update: 27.03.2013 - 01:37 Uhr 6 Kommentare
Die Flagge der syrischen Opposition beim Treffen der Arabischen Liga. Quelle: ap

Die Flagge der syrischen Opposition beim Treffen der Arabischen Liga.

(Foto: ap)

DohaDie Arabische Liga hat bei ihrem Gipfeltreffen in Doha das Recht ihrer Mitgliedsländer auf Waffenlieferungen an die syrischen Aufständischen betont. Die syrische Opposition reklamierte ihrerseits am Dienstag den Sitz Syriens in der Uno für sich und bat die Nato um Unterstützung bei ihrem Kampf gegen die Regierung. Unterdessen gab es bei Angriffen und einem Selbstmordanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus erneut mehrere Tote.

Jedes Mitgliedsland des Staatenbundes habe das "Recht, alle Mittel der Selbstverteidigung, auch militärische, zu liefern, um den Widerstand des syrischen Volkes und die Freie Syrische Armee zu unterstützen", hieß es in der Abschlusserklärung des Gipfels. Darin wurde gleichwohl die "Priorität" einer politischen Lösung für Syrien festgeschrieben. Auch der Chef der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, sagte anschließend auf einer Pressekonferenz, eine militärische Unterstützung bedeute keine Absage an eine politische Lösung.

In der Resolution wurde der syrischen Opposition ferner offiziell der seit 2011 vakante Sitz Syriens "bis zur Organisation von Neuwahlen und der Bildung einer neuen Regierung" zugesprochen. Die Nationale Koalition sei die "einzige und legitime Vertretung des syrischen Volkes sowie der Hauptgesprächspartner der Arabischen Liga".

Die syrische Opposition war erstmals als Vertreterin des Landes zu dem Gipfel in der katarischen Hauptstadt eingeladen worden. Der Irak und Algerien äußerten Bedenken gegenüber dem Teil der Resolution zu Syrien, der Libanon distanzierte sich gar von dem Text.

Ahmed Moas al-Chatib, der jüngst seinen Rücktritt als Chef der Nationalen Koalition angekündigt hatte, forderte befreundete Länder auf, der Opposition zu helfen, die Sitze Syriens bei der Uno und anderen Organisationen zu erhalten. Er warf der internationalen Gemeinschaft aber auch vor, den Kämpfen in Syrien tatenlos zuzusehen.

Von der Nato verlangte al-Chatib, nach der Installierung von Raketenabwehrsystemen in der Türkei diese auch im Norden Syriens aufzustellen. Er habe US-Außenminister John Kerry darum gebeten und dieser habe zugesagt, dies zu prüfen. „Doch dann ist nichts passiert“, sagte Al-Chatib enttäuscht.

An dem Patriot-Einsatz in der Türkei beteiligt sich auch die Bundeswehr. Allerdings hat das Militärbündnis mehrfach betont, der Einsatz diene einzig und allein dem Schutz des Nato-Mitglieds Türkei. Auch ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington teilte mit, die Nato beabsichtige derzeit nicht, militärisch in Syrien einzugreifen.

Wie die syrische Regierung ihre Kritik äußerte
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6 Kommentare zu "Syrien: Arabische Liga will Rebellen bewaffnen"

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  • Mittlerweile zeichnet sich ein mehr als klares Muster der "schwerbewaffneten Zehntausend" - es sieht so aus, als waere diese internationale Soeldnertruppe schon seit Anfang der 80er fuer die USA und ihre Satelliten im Einsatz um die Drecksarbeit zu erledigen, unbequeme Regime zu stuerzen und voelkerrechtswidrige NATO-Einsaetze zu rechtfertigen - alles finanziert von westlichen Steuerzahlern. Die "FSA" sind doch dieselben Typen wie die "Aufstaendischen" in Libyen. Am Ende ist die Soeldnertruppe niemand anderes als die "Al Qaida" selbst. Das waere eine brillante Farce...

  • @taurus
    ...kinder zu tode foltern lassen....
    Was Sie hier immer wieder betreiben ist uebelste Agitation. Sie haben sicher Quellen fuer Ihre Behauptungen....oder? Was hier gerade vorgeht ist weder mit internationalem Recht vereinbar, noch irgendwie mit den UN Beschluessen. Es ist reine Willkuer. Es kann sich doch nicht jeder 'Verein' einfach mir nix dir nix einfach eine 'Regierung' hervorzaubern. Schon gar nicht wenn deren 'Staatspraesident' US Amerikaner ist und sein gesammtes Leben in den USA verbracht hat und in Syrien voellig unbekannt ist. Nach dem Motto: Ich bastle mir eine Regierung so wie sie mir gefaellt. Das ist voellig irre. Regierungen werden vom Volk IM LAND gebildet und nicht von Fremden im Ausland. Aber seit Libyen wundert mich nix mehr. Da 'regierte' auch ein US Amerikaner am Anfang und nun bald die Islamisten. Fuer mich ist dieFSA und ihre 'Freunde' eine Bande rechtloser Terroristen ohne Rueckhalt in Syriens Volk. Darauf weist seit 2 Jahren die nicht stattfindende Volksrevolution ala Tunesien und Aegypten klar hin.

  • Ja, ja, die "Emire des Obskuntarismus und des Sandes" ...

  • Was für ein Schmierentheater.

  • was ist das denn für eine meinung ???

    wohl vergessen was assad seinem volk angetan hat oder ??

    alles fing an damit das ein paar kinder regime feindliche sätze auf wänden schmierten
    und assad hat diese kinder zu tode foltern lassen

    ein volk darf sich nicht alles gefallen lassen zumal sie von einer minderheit unterdrückt werden.
    das ist die jetztige situation .
    und ich denke das die freiheit es wert ist opfer zu bringen. wenn die alawiten so weiter machen werden sie später aus syrien rausgeschmissen und vielleicht zu recht!!!

  • Die arabische Liga ist eine Organisation des arabischen Imperialismus.

    Die Lieferungen von Waffen und Terroristen aus seinen Mitgliedsstaaten haben zu der jetzigen Situation in Syrien geführt.

    Neu ist nur, daß diese Organisation ihre terroristischen Aktivitäten unverhohlen betreibt und auf ihre Humanitätsheuchlelei verzichtet.

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