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Syrien-Gespräche Türkei und Russland legen keinen Plan für Idlib-Krise vor

Die Krise in der letzten großen Rebellenhochburg Syriens hält an. Russland und die Türkei wollen sie lösen – doch stellen keinen Plan vor.
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Idlib ist die letzte große Rebellenhochburg des Bürgerkriegslandes Syrien. Quelle: AP
Explosion in Idlib

Idlib ist die letzte große Rebellenhochburg des Bürgerkriegslandes Syrien.

(Foto: AP)

Moskau/Damaskus Die Türkei und Russland haben Kremlchef Wladimir Putin zufolge über weitere Schritte gegen Terrorgruppen in der syrischen Rebellenregion Idlib verhandelt. „Wir haben verstanden, was wir gemeinsam unternehmen müssen, um dieses Problem zu lösen“, sagte Putin bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Moskau am Dienstag. Erdogan nannte das Treffen „sinnvoll“. Einen Plan zur Beendigung der Krise in der letzten großen Rebellenhochburg im Bürgerkriegsland legten die beiden nicht vor.

Die Spannungen zwischen den Ländern steigen, seitdem Truppen von Machthaber Baschar al-Assad Ende April in Idlib eine Bodenoffensive gegen die Aufständischen begannen. Die Türkei unterstützt in dem Bürgerkrieg in Syrien die Rebellen, Russland ist Schutzmacht der syrischen Regierung.

Eine zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Deeskalationszone in Idlib wurde mit dem Vorstoß der Syrer nichtig. Jüngst waren die syrischen Truppen in Gegenden vorgerückt, in denen die Türkei Beobachtungsposten hat. Einer soll mittlerweile eingekesselt sein. Außerdem wurde vergangene Woche ein türkischer Konvoi aus der Luft angegriffen.

Trotz freundlicher Worte beharrten beide Staatschefs in Moskau weiterhin auf zuvor schon geäußerten Schuldzuweisungen. Putin sagte, die Rebellen versuchten zunehmend, russische Militäranlagen anzugreifen. „Die Zone sollte nicht zu einem Zufluchtsort für die Kämpfer oder zum Brückenkopf für neue Angriffe werden.“

Erdogan wiederum sagte, es sei „inakzeptabel, dass das (syrische) Regime aus der Luft und vom Boden Tod über Zivilisten herabregnen lässt unter dem Vorwand, Terroristen zu bekämpfen“. Die „Provokationen des syrischen Regimes“ hätten einen Punkt erreicht, an dem sie das Leben der türkischen Soldaten in der Region riskierten. Die Türkei habe das Recht, sich zu verteidigen, warnte Erdogan.

Am 16. September wollen sich Erdogan und Putin mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani zu einem weiteren Syrien-Gipfel in Ankara treffen.

Mehr: Der Türkei gehen in Syrien allmählich die Optionen aus. Ankara muss sich bald beugen. Die Folgen spürt ein EU-Mitglied schon jetzt.

  • dpa
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