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Syrien IS-Propagandachef bei Luftschlag getötet

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat offenbar ein führendes Mitglied verloren. Eigenen Angaben zufolge sei Sprecher und Propagandachef Abu Mohammed al-Adnani bei einem Luftangriff als „Märtyrer“ gestorben.
30.08.2016 - 21:29 Uhr

IS-Sprecher Adnani tot

Istanbul Bei einem US-Luftangriff in Nordsyrien ist einer der höchsten Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Angaben der Extremisten getötet worden. IS-Sprecher und Propagandachef Abu Mohammed al-Adnani sei in der Provinz Aleppo als „Märtyrer“ ums Leben gekommen, als er Militäroperationen inspiziert habe, teilte die Terrormiliz am Dienstagabend im Internet mit. Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, Kräfte der US-geführten Koalition hätten am Dienstag einen „Präzisionsschlag“ gegen Al-Adnani verübt.

„Wir bewerten noch die Folgen des Angriffs, aber Al-Adnanis Beseitigung vom Schlachtfeld würde einen weiteren erheblichen Schlag gegen Isil bedeuten“, sagte demnach Pentagon-Sprecher Peter Cook, der die bei der US-Regierung übliche Bezeichnung für den IS benutzte.

Die Echtheit der IS-Mitteilung ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Sie wurde aber über die üblichen Kanäle verbreitet. Auch das IS-Sprachrohr Amak berichtete über Al-Adnanis Tod, machte aber keine Angaben darüber, wie er ums Leben kam. In der Provinz Aleppo kämpfen die Extremisten gegen syrische Rebellen und gegen Kurden. Die USA und Russland fliegen Luftangriffe auf die Terrormiliz.

Al-Adnani gehörte zu den berüchtigtsten Namen der Dschihadisten. Bekannt wurde er durch Audiobotschaften im Internet, in denen er den Gegnern des IS mit Angriffen drohte. Al-Adnani war es auch, der im Sommer 2014 in einer Audiobotschaft das „Kalifat“ des Islamischen Staates ausrief und den IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi zum „Kalifen“ erklärte. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge war er zuletzt auch für Operationen außerhalb des IS-Gebietes verantwortlich.

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