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Syrien Israel greift mutmaßliche Chemiewaffen-Fabrik an

Die israelische Luftwaffe hat eine mutmaßliche Chemiewaffen-Fabrik in Syrien angegriffen. Durch die Waffen aus der Einrichtung sollen tausende syrische Zivilisten getötet worden sein. Syrien weist die Vorwürfe zurück.
07.09.2017 - 12:35 Uhr Kommentieren
Bei dem Angriff wurde zufolge der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte eine Forschungseinrichtung und ein benachbartes Raketenlager getroffen. Quelle: AFP
Israelische Luftwaffe

Bei dem Angriff wurde zufolge der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte eine Forschungseinrichtung und ein benachbartes Raketenlager getroffen.

(Foto: AFP)

Beirut Die israelische Luftwaffe hat Angriffe gegen eine mutmaßliche Chemiewaffen-Fabrik der syrischen Armee geflogen. Bei dem Angriff in der Provinz Hama seien zwei Menschen getötet worden und es sei ein erheblicher Sachschaden entstanden, teilte die syrische Armee am Donnerstag mit. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurde bei dem Angriff eine Forschungseinrichtung in der Nähe der Stadt Masjaf getroffen, die von den USA als Chemiewaffen-Fabrik eingestuft wird. Zudem sei ein benachbartes Raketenlager getroffen worden, in dem wiederholt Iraner und Milizionäre der libanesischen Hisbollah gesichtet worden seien.

Eine Sprecherin der israelischen Streitkräfte wollte sich nicht äußern und begründete dies damit, dass die Armee ihre Operationen nicht kommentiere. Der gerade pensionierte Luftwaffenchef Amir Eshel hatte im August gesagt, sein Land habe fast 100-Mal Konvois der syrischen Armee und der Hisbollah angegriffen. Der frühere Chef des israelischen Militärgeheimdiensts, Amos Yadlin, twitterte nach dem Luftangriff: „Die Einrichtung von Masjaf produziert Chemiewaffen und Sprengstoff-Fässer, durch die Tausende syrische Zivilisten getötet wurden.“

Erst am Mittwoch hatten die Vereinten Nationen (UN) einen Bericht veröffentlicht, wonach die syrischen Streitkräfte in dem seit sechs Jahren andauernden Bürgerkrieg mehr als zwei Dutzend Mal Giftgas eingesetzt haben. So sollen die syrischen Truppen für den Angriff auf die Rebellenhochburg Chan Scheichun in der Provinz Idlib im April verantwortlich sein, bei dem über 80 Zivilisten durch das Nervengas getötet wurden. Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad weist den Einsatz von Chemiewaffen zurück.

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