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Syrien-Konflikt Ein Krieg verändert die Welt

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Aufstieg des Iran

Nicht zuletzt die Anschläge des IS in Paris im November führten zu einem Erstarken rechtsgerichteter Parteien. In den USA sprach sich der führende republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump für ein vorübergehendes Einreiseverbot für Muslime in das Land aus.

Überforderung der Nachbarländer

Von der Flucht der Syrer sind die Nachbarstaaten des Bürgerkriegslandes noch viel stärker betroffen als Europa. Die Türkei, der Libanon und Jordanien allein beherbergen etwa 4,4 Millionen Flüchtlinge aus Syrien. In Libanon machen sie mehr als ein Fünftel der Bevölkerung aus. Dort führt der Syrien-Konflikt zu einer weiteren Destabilisierung der ohnehin prekären politischen Lage.

Aufstieg des Iran

Der Syrien-Konflikt hat zu einer Umverteilung der Macht in der Region geführt. Die Einflusssphäre des schiitischen Iran reicht nun von Beirut bis Teheran, die Regierungen in Bagdad und Damaskus hängen von ihm ab.

Tod, Armut und Verzweiflung
Unter ständigem Beschuss
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Es ist die Zivilbevölkerung, die unter den erbitterten Kämpfen leidet: 470.000 Menschen sollen im syrischen Bürgerkrieg ums Leben gekommen sein. Das geht aus einem aktuellen Bericht des „Syrian Center for Policy Research“ (SCPR) hervor. Die Schätzungen des unabhängigen Instituts übersteigen die der Uno, die bisher mit 250.000 Toten rechnet, damit bei weitem.

(Foto: Reuters)
Ständig unter Beschuss
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Die Zahl der Verletzten seit dem Beginn der Kämpfe im März 2011 stieg laut Bericht auf 1,9 Millionen. Insgesamt sind damit 11,5 Prozent der Bevölkerung im Krieg umgekommen oder wurden verwundet. Fast ein Fünftel aller Kriegstoten starb nicht an den direkten Folgen des Kriegs, sondern an fehlender medizinischer Versorgung oder humanitärer Hilfe.

(Foto: Reuters)
Dem Krieg ausgeliefert
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Und die Zahlen werden dramatisch ansteigen, vermuten viele Experten mit Blick auf die Situation in Aleppo. Die Stadt ist zurzeit der Offensive des Assad-Regimes ausgeliefert, das von iranischen Kämpfern und russischen Kampfflugzeugen unterstützt wird. Bis zu 50.000 Menschen sind in der Stadt im Norden des Landes eingesperrt – ohne Nahrung, ohne humanitäre Hilfe.

(Foto: AFP)
1900 Ziele hat Russland bisher bombardiert
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Je mehr Bomben auf die syrischen Städte fallen, desto größer werden auch die Erwartungen an die Münchener Sicherheitskonferenz, die am Donnerstagabend beginnt. Die syrische Bevölkerung hofft, dass sich Russland und die USA auf ein Ende der Luftangriffe einigen. Erste Anzeichen gibt es: Die „Washington Post“ berichtet, das die Regierung in Moskau vorgeschlagen hat, die Luftangriffe zum 1. März einzustellen.

(Foto: ap)
Syrien verarmt
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Währenddessen verschlechtern sich die Lebensbedingungen für die Zivilbevölkerung von Tag zu Tag. Im Jahr 2015 ist die Armut laut dem Bericht auf mehr als 85 Prozent gestiegen, nahezu 70 Prozent leben sogar in extremer Armut. 2,7 Millionen haben seit Beginn der blutigen Konflikte ihren Job verloren, mehr als die Hälfte aller Syrer ist arbeitslos. Die Schäden für die Wirtschaft werden auf insgesamt 255 Milliarden US-Dollar veranschlagt.

(Foto: dpa)
Nur das Nötigste für die Flucht
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Für viele Syrer gibt es angesichts der aussichtslosen Lage in ihrer Heimat nur einen Ausweg: Flucht. Mehr als sechs Millionen haben seit Kriegsbeginn ihren Wohnort verlassen, viele schon mehrmals. Das entspricht etwa 45 Prozent der Bevölkerung. Weitere vier Millionen Flüchtlinge haben bereits das Land verlassen.

(Foto: AFP)

Im Libanon wird der Iran von der Hisbollah-Miliz vertreten, die Israel im Jahr 2000 aus dem Süden des Landes vertrieb. Zur Unterstützung Assads entsandte sie Tausende Kämpfer nach Syrien. Die Hisbollah baut ihre Position an der Nordgrenze Israels kontinuierlich aus und übt mit moderner Artillerie an der Seite russischer und iranischer Truppen.

Die sunnitische Regionalmacht Saudi-Arabien hat dagegen Mühe, sunnitische Rebellen in Syrien zu unterstützen, während sie zugleich von Iran unterstützte schiitische Rebellen in Jemen bekämpft.

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