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Syrien-Konflikt Türkei sieht Anzeichen für Entspannung im Streit mit Russland über Idlib

Auch wenn der türkische Präsident Erdogan noch vor wenigen Tagen eine Gegenoffensive angekündigt hat, arbeiten Ankara und Moskau an einer Deeskalation.
20.02.2020 - 11:40 Uhr Kommentieren
Die Türkei unterstützt in dem seit fast zehn Jahren währenden Bürgerkrieg in Syrien einige Rebellengruppen. Quelle: AFP
Türkischer Militärkonvoi in Syrien

Die Türkei unterstützt in dem seit fast zehn Jahren währenden Bürgerkrieg in Syrien einige Rebellengruppen.

(Foto: AFP)

Ankara Die Türkei und Russland nähern sich nach Angaben der Regierung in Ankara nach der jüngsten Eskalation in Syrien wieder an. Beide Länder würden ihre bilateralen Gespräche in den kommenden Tagen intensivieren, sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu am Donnerstag dem Sender TRT. Ein Vertreter der türkischen Regierung erklärte, es werde die Möglichkeit gemeinsamer Patrouillen in der Region diskutiert.

Am Mittwoch hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan angesichts der von Russland unterstützten Offensive der syrischen Armee gegen die Rebellenhochburg Idlib erklärt, eine Gegenoffensive sei nur noch eine Frage der Zeit. Erdogan reagierte damit auf mehrtägige Gespräche zwischen Delegationen beider Länder in Moskau, bei denen keine Einigung auf die Umsetzung eines Waffenstillstands in der Provinz erzielt werden konnte.

Die Türkei unterstützt in dem seit fast zehn Jahren währenden Bürgerkrieg in Syrien einige Rebellengruppen, Russland indes steht hinter der Regierung von Präsident Baschar al-Assad. Nach UN-Angaben sind knapp eine Million Menschen in der Region auf der Flucht. Die Türkei hat bereits 3,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen. Erdogan hat wiederholt betont, sein Land werde keine weiteren Schutzsuchenden aus Syrien ins Land lassen, die Kapazitäten seien erschöpft.

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