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Syrien-Krieg Russlands Bomben zünden schlecht

Vier Wochen läuft Wladimir Putins Luftoffensive in Syrien. Erst tönte die Propaganda-Maschinerie von großen Erfolgen. Doch nun häufen sich die Rückschläge auf dem Schlachtfeld. Russland will den Grund kennen.
29.10.2015 - 20:03 Uhr 18 Kommentare

Frankreichs Außenminister: „Assad muss gehen“

Wladimir Putins Luftoffensive startete vor vier Wochen demonstrativ furios und martialisch. Fast unablässig waren seine Kampfflugzeuge über Syrien in der Luft. Sogar vom Kaspischen Meer aus griffen zu Putins Geburtstag am 7. Oktober russische Kriegsschiffe mit 26 Cruise Missiles in das 900 Kilometer entfernte Kriegsgeschehen ein. Tag für Tag trat der Sprecher des Moskauer Generalstabs mit neuen Siegesmeldungen vor die Presse.

Einmal hieß es, tausende IS-Kämpfer seien Hals über Kopf geflohen. Tage später erklärte der Kreml die Gotteskrieger als so gut wie besiegt. Inzwischen ist es still geworden um die Propagandamaschine des Kreml.
Denn auf dem Schlachtfeld häufen sich die Rückschläge, vor allem weil sich Bashar al-Assads Bodentruppen als ausgelaugt und demotiviert erweisen.

„50 Zentimeter“ sei man an der Front bei Hama vorangekommen, spottete ein syrischer Kommandeur. Stattdessen multiplizieren sich im Internet Videos von brennenden Panzern, abgeschossen mit frisch gelieferten mobilen amerikanischen TOW-Lenkraketen. Auf der Website „The Daily Beast“ brüstete sich ein Rebellenchef, man habe innerhalb von 24 Stunden 23 Panzer zerstört. Die US-Waffen stammen aus saudischen Beständen.

Im Funkverkehr des Regimes, den Aufständische mithören konnten, hagelte es Vorwürfe eines russischen Generals an seinen syrischen Kommandeur-Kollegen. Dessen Armee sei schwach und unfähig, erobertes Gelände zu halten, polterte der Russe, der bald noch ganz andere Probleme bekommen könnte. Denn im November sollen offenbar einige Rebellengruppen erstmals auch Boden-Luft-Raketen erhalten, mit denen sich die bisher unerreichbaren russischen Kampfjets und Hubschrauber vom Himmel holen lassen.

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    Auf dem Boden ist derweil der Versuch von Assads Generälen, Aleppo mit russischer Luftunterstützung zurückzuerobern, bereits gescheitert. Stattdessen wurden weitere 120.000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht und ein halbes Dutzend Krankenhäuser zerstört. Zudem gelang es der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), im Schatten der russischen Angriffswellen auf alle anderen Rebellen, die wichtigste Nachschubroute der Assad-Armee nach Aleppo zu erobern und zu kappen.

    Rückschläge und hohe Verluste
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    18 Kommentare zu "Syrien-Krieg: Russlands Bomben zünden schlecht"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Andere Nationen haben genug Gelegenheit gehabt zu beweisen, dass deren Bomben besser zünden.
      Hat man z.B. in Libyen gesehen. Dort haben die Bomben der Alliierten dermaßen gut gezündet, dass wir jetzt de facto einen "failed state" haben - ohne funktionierende Grenzsicherung und Küstenwache natürlich, mit den jetzt eindrucksvollen Konsequenzen für Europa.

    • Das ist der gleiche Unterschied wie der zwischen Islamisten, Salafisten, islamistischen Fanatikern, Taliban, Al-Kaida..........

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht.

    • @ Herr W. Dilling

      >> Vielleicht kann mir irgendjemand mal erklären worin der Unterschied zwischen einem gemäßigten Rebellen und einem Terroristen besteht. >>

      Die Russen bombardieren die IS-Terroristen mit ganz normalen Bomben, GRÜN lackiert.

      Dei gemäßigten Terroristen werden mit gleichen Bomben, aber in gemäßigten Farben ( Grün mit Lilaanstrich ) vernichtet !

      Das ist der Unterschied ! :-)

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Vielleicht kann mir irgendjemand mal erklären worin der Unterschied zwischen einem gemäßigten Rebellen und einem Terroristen besteht. Tötet ein gemäßigter Rebell vielleicht humaner, oder schießt er nicht auf Zivilisten? Schon diese rhetorischen Fragen, die im Übrigen eindeutig zu verneinen sind, zeigen wie manipulativ hier vorgegangen wird. Der Grunde für diese Unterscheidung ist so offensichtlich das man darüber lachen könnte, wenn es denn nicht so ernst wäre. Dem Westen als nützlich eingestufte Terroristen nennt man „gemäßigte Rebellen“, oder „Freiheitskämpfer“, eine entsprechende Unterstützung dieser Terroristen lässt sich der Bevölkerung durch die günstigere Wortwahl einfach besser verkaufen.

    • Ich wundere mich eher, warum bestimmte Situationen ohne kritisches Hinterfragen von den Medien einfach als gegeben angenommen wird.

      In Libyen war es die "Flugverbotszone" die innerhalb wenige Wochen/Monate ohne große Aufregung zu einem massiven Bombardement ausgedehnt wurde.
      In Syrien waren es dann der arabische Frühling, der einige Ähnlichkeiten zu den kurzen Aufständen in Saudi-Arabien hatte. In Saudi-Arabien werden diese Aufstände mit westlichen Waffen beendet und es wird kurz darüber kritisch berichtet.
      In Syrien werden westliche Waffen aus Saudi-Arabien und nun auch von USA usw. für genau solche Aufständischen "in den Medien als gemäßigte Rebellen" geliefert.

      In Syrien ist es ein Regime mit einem menschenverachtenden Diktator.
      In Saudi-Arabien ein harter aber befreundeter Scheich und König.
      Da frage ich mich doch, warum ist es so? Die Antwort könnte dann doch eher im geopolitischen und wirtschaftlichen Bereich liegen. Menschenrechte können es ja eher nicht sein.

      Aber wenn wir innerhalb von 15 Jahren in vier Ländern den Fehler zulassen, dass dort viele Menschen aufgrund von nicht genannten Gründen so sterben und ganze Regionen destabilisiert werden und kaum im Zusammenhang darüber berichtet wird, dann brauchen wir uns auch nicht wundern, dass irgendwann auch andere Interessensgruppen eingreifen und sich ein Konflikt vergrößert.

    • Oky, endlich wird auch im HB der Übeltäter von dem ganzen IS-Chaos beim Namen genannt.

      IS = ISIS = USA = IS-rael.

      d.h. für das ganze flüchtlingschaos ist einzig und alleine NUR die USA verantwortlich. Anstatt hier immer den rücktritt von unserer geliebten Frau Merkel zu fordern, sollte wir endlich mal den Ami von unserem Kontinet scheuchen.

      USA ist der Übeltäter,
      nicht Frau Merkel.

    • Ach wie gern wüsste ich die, die den barbarischen Massenmördern die Waffen liefern, denen selbst ausgeliefert. Mit Begeisterung würde ich mir dann eines von deren Propagandavideos anschauen, da würde es endlich mal die richtigen erwischen. Aber leider leben die weit weg in Saus und Braus, und freuen sich einen Ast über das Leid und Elend, welches sie über die Welt bringen.

    • Die US-Freunde liefern Panzerabwehrraketen an den IS.
      Die US-Freunde liefern demnächst Flugabwehrgerät an den IS.

      Der IS - eine Kreation und eine Züchtung der USA.

      Wenn ich diesen Artikel lese, frage ich mich immer, wie man sich als Autor derart prostituieren kann um irgendwelchen US-Propagandamüll - so von wegen "gemäßigte Rebellen" - nachzuplappern.

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