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Syrien Russland erwägt militärische Absprachen mit USA

Die USA und Russland wollen offenbar Gespräche über ein gemeinsames militärisches Vorgehen gegen die Terrormiliz IS in Syrien. Der Vorschlag voll von russischer Seite gekommen sei, doch John Kerry bleibt skeptisch.
16.09.2015 - 21:33 Uhr
„Wir nehmen nichts für bare Münze“: Der US-Außenminister hat Zweifel an den Absichten Russlands. Quelle: AFP
John Kerry

„Wir nehmen nichts für bare Münze“: Der US-Außenminister hat Zweifel an den Absichten Russlands.

(Foto: AFP)

Washington, Moskau Russland hat nach Angaben von US-Außenminister John Kerry bilaterale Militärgespräche zum Konflikt in Syrien vorgeschlagen. Kerry sagte am Mittwoch, Moskau strebe einen direkten Gesprächsdraht zwischen den Streitkräften der USA und Russlands an, um sich gegenseitig über das Vorgehen in dem Bürgerkriegsland zu informieren und möglichen Zwischenfällen vorzubeugen. Der US-Außenminister hatte am Dienstag mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow telefoniert.

Im Gespräch seien Absprachen auf militärischer Ebene, sagte US-Außenminister John Kerry am Mittwoch beim Treffen mit seinem südafrikanischen Kollegen Maite Nkoana-Mashabane. Der Vorschlag kam nach Kerrys Angaben von russischer Seite.

„Wir nehmen nichts für bare Münze“, stellte Kerry klar. Es gebe ernsthafte Zweifel an den Absichten Russlands. Weißes Haus, Pentagon und State Department diskutierten derzeit das weitere Vorgehen. Die USA, die ein internationales Bündnis im Krieg gegen die IS-Kämpfer anführt, würden eine „konstruktive Unterstützung“ Moskaus begrüßen, sagte Regierungssprecher Josh Earnest.

Die Regierung in Washington betrachtet das verstärkte militärische Eingreifen Russlands in den Syrien-Konflikt mit großer Sorge. Kerry machte am Mittwoch erneut deutlich, dass die russische Unterstützung für den syrischen Machthaber Baschar al-Assad zu einer weiteren Eskalation der Krise führen könnte. Außerdem untergrabe das russische Vorgehen „unser gemeinsames Ziel im Kampf gegen Extremismus“.

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    Erfolge und Niederlagen des IS
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    Im Juni 2014 erobern die Extremisten die zweitgrößte irakische Stadt, eine Hochburg sunnitischer Gegner der von Schiiten dominierten Regierung. Die IS-Kämpfer erbeuten große Mengen Waffen und gepanzerte Fahrzeuge, von denen viele aus den USA geliefert worden waren.

    (Foto: dpa)
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    Die Dschihadisten überrennen im August 2014 das Sindschar-Gebirge nordwestlich von Mossul. Hunderttausende Jesiden fliehen oder werden umgebracht. Von Luftangriffen der internationalen Koalition unterstützt können die kurdischen Peschmerga-Kämpfer Teile des Gebirges zurückerobern.

    (Foto: Picture Alliance)
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    (Foto: ap)

    Die USA fliegen mit internationalen Partnern Luftangriffe gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Zugleich drängen sie auf eine Ablösung von Assad, den sie für das Bürgerkriegschaos verantwortlich machen. Kerry rief Russland auf, eine „konstruktive Rolle“ bei der Suche nach einer politischen Lösung in Syrien zu spielen. Der Kreml bemüht sich dagegen, eine internationale Anti-IS-Koalition unter Einbeziehung der syrischen Regierung zu schmieden.

    Russlands Präsident Wladimir Putin will das erste Mal seit zehn Jahren wieder eine Rede bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung Ende September halten. Russland hat in diesem Monat auch den Vorsitz des UN-Sicherheitsrates. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kritisierte derweil die russischen Waffenlieferungen an Assad. „Es gibt keine militärische Lösung, nur eine politische Lösung“, sagte er am Mittwoch.

    • dpa
    • afp
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