Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Syrien Über 100 Verletzte nach mutmaßlichem Gasangriff auf Aleppo

Die von der Regierung gehaltene Stadt Aleppo wurde angeblich mit Giftgas angegriffen. Syrische Staatsmedien berichten von Dutzenden Verletzten.
Update: 25.11.2018 - 14:05 Uhr Kommentieren
Seit Dezember 2016 kontrollieren syrische Regierungstruppen die Stadt. Quelle: AFP
Aleppo

Seit Dezember 2016 kontrollieren syrische Regierungstruppen die Stadt.

(Foto: AFP)

DamaskusBei einem mutmaßlichen Giftgasangriff von Rebellen auf das syrische Aleppo sind mehr als 100 Menschen verletzt worden. Das berichteten die staatliche Nachrichtenagentur und der Gerichtsmediziner Saher Hadscho am Sonntag.

Von den 105 Menschen, die in Krankenhäusern behandelt worden seien, seien inzwischen alle bis auf 15 wieder entlassen worden, sagte Hadscho. Der Gesundheitszustand von zwei Personen sei kritisch gewesen und habe sich inzwischen verbessert. Ein Rebellenvertreter wies die Vorwürfe zurück.

Seit dem mutmaßlichen Angriff am Samstagabend haben die genannten Verletztenzahlen zugenommen. Staatsmedien hatten zunächst von 21 Verletzten berichtet, die Atemprobleme gehabt hätten, nachdem drei Gebiete in der nordsyrischen Stadt von mit Gas gefüllten Geschossen getroffen worden seien. Später sagte der Regierungsbeamte Hadsch Taha, mindestens 50 Zivilisten seien behandelt worden, nachdem syrische Rebellen die Stadt mit Giftgas angegriffen hätten.

Die in Großbritannien beheimate Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von 94 Menschen, die behandelt worden seien und von denen sich noch 31 in Krankenhäusern befänden. Nach dem Einschlag von Granaten habe Gasgeruch über Aleppo gelegen, teilte die Beobachtungsstelle der Nachrichtenagentur AP mit.

Rebellen und Oppositionelle bestritten, einen Chemieangriff durchgeführt zu haben, und beschuldigten die Regierung, eine Waffenruhe zu untergraben. Die Aufständischen verfügten weder über Giftgas noch über die Mittel, es einzusetzen, sagte der Kommandeur Abdel Salam Abdel-Rasak, der einst selbst am Chemiewaffenprogramm der Regierung mitgearbeitet hatte, bevor er zu Opposition übergelaufen ist. Die Regierung lüge, twitterte er.

Rebellensprecher Mustafa Sedschari warf der Regierung vor, sie habe den Giftgasvorwurf in die Welt gesetzt, nachdem sie Rebellengebiete beschossen habe. Ziel sie es, den von Russland vermittelten Waffenstillstand zu untergraben.

Brexit 2019
  • ap
Startseite

Mehr zu: Syrien - Über 100 Verletzte nach mutmaßlichem Gasangriff auf Aleppo

0 Kommentare zu "Syrien: Über 100 Verletzte nach mutmaßlichem Gasangriff auf Aleppo"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.