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Syrienkrieg Golfstaaten setzen Hisbollah auf die Terrorliste

Die Hisbollah unterstützt im Syrienkrieg wie der Iran den Präsidenten Baschar al-Assad. Nun haben die sunnitischen Golfmonarchien die libanesische Miliz zur Terrororganisation erklärt. Das hat auch strategische Gründe.
Die Golfstaaten werfen der Miliz vor, die Sicherheit der arabischen Staaten zu bedrohen. Quelle: dpa
Mitglieder der Hisbollah

Die Golfstaaten werfen der Miliz vor, die Sicherheit der arabischen Staaten zu bedrohen.

(Foto: dpa)

RiadDie sunnitischen Golfmonarchien haben die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah zur Terrororganisation erklärt und damit die Bemühungen um Frieden in Syrien erschwert. Als Terrororganisationen eingestufte Kampftruppen wie der Islamische Staat und der Al-Kaida-Ableger Al-Nusra-Front sind vom aktuellen Waffenstillstand und von den geplanten Genfer Friedensbemühungen ausgeschlossen.

Der Generalsekretär des Golfkooperationsrates (GCC), Abdel Latif bin Raschid al-Sajani, begründete die Entscheidung am Mittwoch mit „feindlichen Handlungen“ der Hisbollah. Unter anderem rekrutiere die vom schiitischen Iran unterstützte Miliz Anhänger in den vornehmlich sunnitischen Golfstaaten, schmuggele Waffen und Sprengstoff. Die Hisbollah bedrohe die Sicherheit der arabischen Staaten.

Einen Tag zuvor hatte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah Saudi-Arabien vorgeworfen, Sunniten und Schiiten im Nahen Osten gegeneinander aufzubringen. Die Hisbollah unterstützt im Syrienkrieg wie der Iran den Präsidenten Baschar al-Assad; Saudi-Arabien und die anderen Golfmonarchien fördern Sunnitenmilizen, die Assads Sturz wollen.

Saudi-Arabien hatte Mitte Februar Militärhilfen von 3,6 Milliarden Euro an den Libanon eingefroren. Die Spannungen zwischen dem ultrakonservativen Königreich und dem multikonfessionellen Land am Mittelmeer hatten sich verschärft, weil die Regierung in Beirut das Königreich nicht gegen seinen Erzrivalen Iran unterstützt. Zum saudisch dominierten Golfkooperationsrat gehören auch die Vereinigten Arabische Emirate, Kuwait, Katar, Bahrain und Oman.

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  • dpa
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