Syrische Opposition Neue Führung mit alten Schwächen

Nach zähen Verhandlungen haben sich Syriens Oppositionskräfte zusammengeschlossen, um den Sturz des syrischen Regimes zu beschleunigen. Dennoch bleibt die Schlagkraft der Opposition begrenzt.
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Der Chef der neuen „National Coalition for Revolutionary Forces“. Quelle: dpa

Der Chef der neuen „National Coalition for Revolutionary Forces“.

(Foto: dpa)

Tel AvivZiel der neuen Oppositionsführung ist die Bildung einer syrischen Übergangsregierung, die sich das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft erwerben soll. Sie wird die ausländische Hilfe für das vom Bürgerkrieg geplagte Land koordinieren und die Kontakte zu den Gebieten sicherstellen, die Rebellen dem Regime abgetrotzt haben. Den Rebellen wurden zudem Waffen in Aussicht gestellt.

Die internationale Gemeinschaft habe die Pflicht, Syrer in ihrem Kampf gegen Bashar Assad zu unterstützen, sagte der Premier von Katar, Scheich Hamad bin Jassim al-Thani. Katar, Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten „solide Versprechungen“ abgegeben, den Rebellen beizustehen, damit sie sich vor den Luftangriffen Assads schützen können, zitieren Medien Oppositionskreise.

Diese Woche wollen sich in London 20 Geberländer treffen, um für die Anti-Assad-Koalition ein humanitäres Hilfsprogramm auszuarbeiten. Für Dezember ist eine Konferenz der Freunde Syriens in Marokko vorgesehen, welche die neu gegründete Organisation politisch anerkennen könnte. An der Tagung würden 80 Länder erwartet, sagen Beobachter, darunter auch die USA, Großbritannien und die meisten europäischen Staaten.

Chef der neuen „National Coalition for Revolutionary Forces“ ist ein Sunni-Prediger , der als gemäßigt gilt. Der 52-jährige Maath Khatib ist im Sommer aus Syrien geflohen. Zuvor war er Imam der Omayyaden-Mosche in Damaskus gewesen, dem wichtigsten Gotteshaus der Hauptstadt. Viele Syrer sehen in Khatib ein Gegengewicht zu radikalen Elementen in der Opposition. Er werde Extremisten zurückdrängen, sagte Khatif in seiner Antrittsrede, die er vor den Außenministern von Katar, der Türkei und Tunesien, westlichen Diplomaten sowie arabischen Vertretern hielt.

Nicht der erste Schulterschluss
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