Taavi Rõivas „Estland ist ein Anti-Griechenland“

Taavi Rõivas ist Estlands Ministerpräsident. Er spricht im Handelsblatt-Interview über notwendige Reformen in Griechenland, die EU-Sanktionen gegen Russland und die Probleme der europäischen Flüchtlingspolitik.
„Estland hat viele der von Griechenland geforderten Reformen bereits vor Jahren durchgeführt. Ohne jeglichen Druck von außen.“ Quelle: imago/Belga
Taavi Rõivas

„Estland hat viele der von Griechenland geforderten Reformen bereits vor Jahren durchgeführt. Ohne jeglichen Druck von außen.“

(Foto: imago/Belga)

TallinnEigentlich wollte der 35-Jährige im Juli Urlaub machen, nur zwei Wochen. Doch dann kam die Griechenland-Krise dazwischen und damit zahlreiche Sondersitzungen in Brüssel. Gleichzeitig musste der estnische Regierungschef im eigenen Land Kritiker von einem weiteren Hilfspakets für Griechenland überzeugen. Keine leichte Aufgabe, hat doch das baltische Land nach der Finanzkrise selbst eine wirtschaftliche Rosskur hinter sich gebracht. Trotzdem wirkt Rõivas entspannt, als er das Handelsblatt im Regierungssitz in der Altstadt von Tallinn empfängt.

Herr Rõivas, was sagen Sie zum Kompromiss in der Griechenland-Frage?

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