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Tauwetter in Moskau Was ist in Putin gefahren?

Nach immer mehr Absagen westlicher Politiker für die Olympischen Winterspiele wartet Putin mit einer Sensation auf. Er will seinen Erzfeind Chodorkowski entlassen. Erlebt die Welt ein russisches Weihnachtsmärchen?
19.12.2013 - 17:38 Uhr 7 Kommentare

Freiheit für Chodorkowsi, Pussy Riot und Greenpeace-Aktivisten

Moskau Tauwetter in Moskau: Nicht nur der erste Schnee ist in der russischen Hauptstadt geschmolzen, auch der oft für seine Kälte gescholtene Kremlchef Wladimir Putin ist mild aufgelegt. Quasi im Vorbeigehen an einer Journalistenschar verkündet er am Donnerstag im World Trade Center in Moskau die Sensation: Sein Erzfeind Michail Chodorkowski, einst der reichste Russe, solle in Freiheit kommen. Ein von dem früheren Öl-Manager gestelltes Gnadengesuch wolle er in Kürze unterschreiben. Zehn Jahre Haft nach so viel Feindschaft sind wohl genug.

Chodorkowski ist der prominenteste, aber nicht der einzige politische Gefangene, der wenige Wochen vor Beginn der ersten russischen Olympischen Winterspiele auf freien Fuß kommen soll. Zusätzlich wirkt eine Amnestie für die in Straflagern inhaftierten beiden Putin-Gegnerinnen der Punkband Pussy Riot. Zuerst verlassen am Donnerstag vier nach Protesten gegen Putin im vergangenen Jahr eingesperrte Kremlgegner den Gerichtssaal.

Gnädig zeigt sich Putin auch im Fall der 30-köpfigen Besatzung des Greenpeace-Schiffs „Arctic Sunrise“. Die wegen Rowdytums angeklagten Umweltschützer aus vielen Ländern können jetzt noch vor Weihnachten zu ihren Familien heimkehren. Als Forum für das Feuerwerk an Sensationen nutzt der seit mehr als 14 Jahren in Russland regierende Putin seine große Pressekonferenz, die 1300 Journalisten besuchen.

Selten haben Menschenrechtler, Wirtschaftsexperten und Politiker einen so aufgelegten Putin erlebt. Und sie loben ihn. Viele fragen sich aber auch, was in den Kremlchef gefahren ist? Befürchtet Putin, am 7. Februar beim Eröffnungsfeuerwerk für die mit 37,5 Milliarden Euro teuersten Olympischen Winterspielen der Geschichte ohne prominente Gäste in der Ehrenloge in Sotschi zu sitzen?

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    Zahlreiche Politiker, darunter US-Präsident Barack Obama und Bundespräsident Joachim Gauck, verzichten auf Reisen ans Schwarze Meer. Seit Wochen sieht sich Russland wegen seiner Menschenrechtslage in der Kritik - und an den Olympia-Boykott im Kalten Krieg bei den Sommerspielen 1980 in Moskau eri{Seitenumbruch-Titel}

    Die Begnadigung verbessert das Klima
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    7 Kommentare zu "Tauwetter in Moskau: Was ist in Putin gefahren?"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Putin hat die US-gesteuerten NGOs und andere westliche NGOs unter Kontrolle und kann sich nun Großzügigkeit leisten.
      Aufgrund der im Jahre 2013 eingefahrenen politischen Meriten sitzt er in Russland fest im Sattel.
      Erfolgreich in der Syrienkrise, der zugeflogene Singvogel namens "Snowden", der Ukraine-Deal etc.etc.
      Obama kommt nicht nach Sotschi ? Kein Problem, den kann Putin ohnehin nicht leiden. Gauck wurde von Merkel schon wegen seiner Anti-Sotschi-Entscheidung gerügt. Hollande will auch fernbleiben !
      Was solls. Einige freie Plätze mehr fürs gewöhnliche Volk.
      Sotschi wird sicherlich trotz des Fehlens dieser ganzen Anti-Figuren ein Wintermärchen werden.

    • @Nachdenker hier zur Info,
      Unter Jelzin ( alias Liebermann )wurde das Eigentum des Volkes an dubiose Personen verhöket, unter Anderem auch um seinen Wahlkampf zu finazieren. Die daraus hervorgegangenen sogenannten Oligarchen sind fast ausnahmslos " Juden " genau wie Jelzin, Pardon, Liebermann.
      Langfristig hat Putin gegen das von den Weisteins und co. beherrschte Weltfinazsystem keine Chance...
      Diese möchten an die russischen Rohstoffe!!!!

    • Putins Politik hatte in der letzten Zeit einen guten Lauf.

      Die Syrienkrise wurde Dank seiner Tatkaft entschärft und mutierte bislang nicht zu einem nahöstlichen Flächenbrand
      mit unabsehbaren Folgen.

      Der urkrainische "Brunderstaat" ging nicht an die EU verloren sondern wird eingebunden in eine sich bildende eurasiche Union, die EU-Granden scheinen diesen Umstand, wenn auch widerwillig, zu akzeptieren. Ein geopolitischer Erfolg für Putin.

      In Anbetracht dieser Erfolge steht es Putin gut, an generös zu sein, zumal seine poltische Stellung innerhalb Russlands unangefochten ist.

      Putin macht russische Politik, wie es im Interesse Russlands angemessen ist, das nehmen ihm manche westlichen Geostrategen übel.

      Putin ist Staatsmann genug, um bestimmten Leuten gekonnt den Wind aus den Segeln zu nehmen, auf den sie glauben ein gesichertes Anrecht zu haben.

    • Genau RICHTIG!

    • Na ja, kann man sehen wie man will. Ob dieser Chodorkowski nun herauskommt oder nicht. Wie will dieser Mann in nur
      10 Jahren nach dem Zusammenbruch des Komunismus denn legal an seine Milliarden gekommen sein? In Wahrheit gehört er doch in den Knast, lebenslänglich, wegen Diebstahl an dem russischen Volk.
      Und die arme, kranke Julia Timoschenko in der Ukreine,
      wie kommt sie in dieser kurzen Zeit an ihre Millionen?
      Diebstahl am Volk! Auch lebenslänglich, ob die "Europa"
      Politiker nun jaulen oder nicht!

    • Putin ist einer der ganz großen Staatsmänner unserer Zeit.

      Nicht vergessen: Er ist es gewesen, der die USA, Großbritannien und Frankreich davon abgebracht hat, einen verbrecherischen, neokolonialistischen Angriffskrieg gegen Syrien zu beginnen. Das allein hätte ihm den Friedensnobelpreis einbringen sollen.

      Auch bei der Aufweichung der jahrzehntelangen diplomatischen Eiszeit zwischen den USA und dem Iran hat Putin im Hintergrund die richtigen Weichen gestellt.

      Dass er Raketen an der Grenze zur EU aufstellen will, ist nur zu verständlich. Schließlich sind die Raketen, die die USA in Polen an der russischen Grenze aufstellen, eine unmittelbare Bedrohung für Russland. Sie haben ein Potential, das des sowjetischen Raketen auf Kuba während der brandgefährlichen Kubakrise kaum nachsteht.

      Die deutsche Politik und die gleichgeschalteten deutschen Mainstreammedien begehen einen großen Fehler, wenn sie Russlang immerzu feindselig entgegentreten. Von einer wirklichen zukunftsweisenden Partnerschaft zwischen den westeuropäischen Staaten und dem osteuropäisch-asiatischem Staat Russland könnten beide Seiten nur profitieren. Die Außenpolitik Bismarcks war in dieser Hinsicht so dumm nicht.

    • Er ist eben doch ein lupenreiner Demokrat. (:
      Haben wir doch immer gewußt.

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