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Teilautonomie Indien lockert Blockade und Ausgangssperren in Kaschmir

In Kaschmir sind Telefonate teilweise wieder möglich. Derweil begrüßt Pakistans Ministerpräsident die Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu dem Konflikt.
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Indiens Regierung hatte dem vorwiegend muslimisch geprägten Bundesstaat Jammu und Kaschmir am 5. August den Teilautonomiestatus entzogen und damit die jüngste Eskalation in der Dauerfehde mit Pakistan ausgelöst. Quelle: dpa
Konflikt in Kaschmir

Indiens Regierung hatte dem vorwiegend muslimisch geprägten Bundesstaat Jammu und Kaschmir am 5. August den Teilautonomiestatus entzogen und damit die jüngste Eskalation in der Dauerfehde mit Pakistan ausgelöst.

(Foto: dpa)

Islamabad, Neu Delhi, Srinagar Die indischen Behörden haben einige der Beschränkungen in Kaschmir aufgehoben. Bis Sonntagabend sollten die meisten Festnetz-Anschlüsse wieder in Betrieb sein, teilte die örtliche Regierung am Samstag mit. Teilweise sei auch das Mobilfunknetz wieder angeschaltet.

Unklar blieb, wann wieder Handy-Telefonate in der ganzen Region möglich und das Internet zugänglich gemacht werden sollte. Der Verwaltungsbeamte Shahid Choudhary sagte, Ämter würden im weiteren Tagesverlauf wieder öffnen. Ein anderer Beamter berichtete, in manchen ländlichen Regionen führen wieder Busse.

Außerdem teilte die Polizei mit, die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit seien in Teilen der Region gelockert worden. Zwei Agentur-Mitarbeitern zufolge herrschte vielerorts aber weiter eine faktische Ausgangssperre.

Zwei Polizisten und mehrere Augenzeugen sagten, in der Nacht sei es zu Protesten gegen die Pläne der indischen Regierung gekommen, die Sonderrechte für den von ihr beherrschten Teil Kaschmirs zu nehmen. Die Ankündigung hat die Spannungen mit Pakistan verschärft.

Die Himalayaregion Kaschmir steht teilweise unter indischer und teilweise unter pakistanischer Herrschaft. Indien hatte in seinem Teil vor knapp zwei Wochen eine Ausgangssperre verhängt und dem Gebiet seine Teilautonomie genommen.

Zu dem Konflikt gab es am Freitag eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats, was Pakistans Ministerpräsident Imran Khan begrüßte. Erstmals seit 50 Jahren hätten sich die Spitzendiplomaten der Welt des Themas angenommen und über die ernste Lage in dem „besetzten Jammu und Kaschmir“ beraten, twitterte er am Samstag in Anspielung auf den indisch kontrollierten Teil. Khan sagte, die Sitzung habe elf frühere Resolutionen des Sicherheitsrates bestätigt, nach denen Kaschmir das Recht zur Selbstbestimmung habe. Das Thema hatte China auf die Tagesordnung gebracht.

Mehr: US-Präsident Donald Trump hat an Pakistans Premierminister Imran Khan appelliert, in der gefährlich eskalierten Kaschmir-Krise das Gespräch mit Indien zu suchen.

  • dpa
  • ap
  • rtr
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