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Teilautonomie Pakistans Präsident besucht Krisenregion Kaschmir – und warnt Indien

Der pakistanische Präsident Imran Rhan besichtigt die Krisenregion Kaschmir. Das Land setzt auf Vermittlungsversuche des UN-Sicherheitsrats.
Update: 14.08.2019 - 16:12 Uhr Kommentieren
Pakistan: Präsident besucht Krisenregion Kaschmir Quelle: AFP
Imran Khan

Der pakistanische Premierminister warnt vor Gefahren für den Weltfrieden.

(Foto: AFP)

Islamabad Inmitten der neuen Spannungen mit Indien wegen Kaschmir hat Pakistans Premierminister Imran Khan am Mittwoch den von seinem Land kontrollierten Teil des Himalaya-Gebiets besucht. Es wurde erwartet, dass er anlässlich des 72. Jahrestages der pakistanischen Unabhängigkeit im Regionalparlament eine Solidaritätsbotschaft an die Einwohner des indischen Teils Kaschmirs richtet. Dort warf er Indien vor, Angriffe auf den pakistanischen Teil der Gebirgsregion zu planen. Sein Land habe entsprechende Geheimdienstinformationen.

„Ich warne [den indischen Premierminister] Narendra Modi, dass unsere Reaktion noch stärker sein wird“, sagte Khan in einer Rede zum pakistanischen Unabhängigkeitstag im Parlament des pakistanischen Teils Kaschmir am Mittwoch. „Unsere Streitkräfte, unsere ganze Nation ist bereit zu reagieren.“

Indien und Pakistan streiten sich schon seit mehr als 70 Jahren um die Himalaya-Region. Zwei Kriege wurden deswegen bereits geführt. Beide Atommächte beherrschen jeweils einen Teil von Kaschmir, ein weiterer Teil gehört zu China.

Weil die indische Regierung ihrem Teil Anfang vergangener Woche den Autonomiestatus entzogen hatte, bat Pakistan inzwischen die Länder des UN-Sicherheitsrats um eine Sondersitzung. Der Entzug des Autonomiestatuts berge eine „Gefahr für den Weltfrieden“, schrieb Außenminister Shah Mehmood Qureshi in einem Brief an das UN-Gremium, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Aus Diplomatenkreisen verlautete, dass das Thema vielleicht noch diese Woche auf die Tagesordnung gesetzt werde.

Die bisherige Autonomieregelung sicherte dem indischen Teil Kaschmirs unter anderem eine eigene Verfassung und weitgehende Kompetenzen. Viele Kaschmirer sind gegen die Neuregelung. Zehntausende Soldaten wurden in die Region geschickt, um Proteste gegen das Vorgehen der Regierung in Neu Delhi zu verhindern. Internet und Telefon sind seither blockiert. Es gilt eine Ausgangssperre. Mit der Neuregelung will Premierminister Narendra Modi die Region stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren.

Die indische Polizei bestätigte am Mittwoch, dass es Verletzte bei Protesten gegen die Neuregelung gegeben hat. „Es gab ein paar wenige Verletzungen durch Schrotkugeln, die Leute wurden behandelt und dann zurückgeschickt“, sagte ein Polizeisprecher. Die indische Behörden weisen aber weiterhin Medienberichte zurück, wonach es in den vergangenen Tagen im Kaschmir-Tal größere Proteste gegeben habe. Dies können Journalisten wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit vor Ort kaum nachprüfen. Laut dem Gouverneur der indischen Kaschmir-Region, Satya Pal Malik, sollen mehrere Einschränkungen nach dem indischen Unabhängigkeitstag am Donnerstag gelockert werden. Dies sagte er der Zeitung „Times of India“.

Mehr: US-Trump bietet eine Vermittlerrolle im Kaschmir-Konflikt an.

  • dpa
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