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Teilweise auf Gläubiger zugegangen Argentinien mit neuem Umschuldungsvorschlag

Das seit fast zweieinhalb Jahren zahlungsunwillige Argentinien hat seinen privaten Gläubigern ein leicht verbessertes Umschuldungsangebot in Aussicht gestellt. Zwar bleibe es bei dem vorgeschlagenen Kapitalschnitt von 75 Prozent der Forderungen von etwa 88 Milliarden Dollar (72,7 Mrd. Euro), aber es sollten nun bis zum 30. Juni diesen Jahres auflaufende Zinsen einbezogen werden, sagte Wirtschaftsminister Roberto Lavagna am Dienstag in Buenos Aires.

HB BUENOS AIRES. Der Vorschlag habe unter anderem das Ziel, dass Argentinien seine Gesamtverschuldung von rund 100 Mrd. Dollar um 60,9 Mrd. Dollar kürzt. Daneben strebe die Regierung in Buenos Aires die Ausgabe neuer Anleihen im Wert von 38,5 Mrd. Dollar an. Der Vorschlag erfolge unter der Annahme, dass die Zukunft des Landes dadurch keinem Risiko ausgesetzt werde, sagte der argentinische Wirtschaftsminister Roberto Lavagna am Dienstag in einer landesweit ausgestrahlten Video-Konferenz.

In die Kalkulation zur Berechnung der Rückzahlungen würden jetzt 22,5 Mrd. Dollar an überfälligen Zinsen mit eingerechnet. Dies war eine Kernforderung von Anleiheeignern. Der revidierte Plan bedeute eine 75-prozentige Reduzierung des derzeitigen Nettowerts der Schulden an Stelle des ursprünglich vorgeschlagenen Nominalwertes, sagte Lavagna.

Das lateinamerikanische Land steht in der Schuld von Privatgläubigern aus aller Welt, darunter auch viele Anleger aus Deutschland. Bisher wollte Argentinien nur 25 Cent je geliehenem Dollar begleichen. Gläubiger, die seit langem keine Zinsen oder Rückzahlung mehr erhalten, haben mindestens 65 % ihrer Anlegergelder zurück verlangt.

Eine Lösung in der Schulden-Frage gilt als Kernvoraussetzung für eine Einigung Argentiniens mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über einen Kredit von 13 Mrd. Dollar. Eine erfolgreiche Umschuldung Argentiniens müsse im Interesse des Landes liegen, hieß es in einer ersten Reaktion des US- Finanzministeriums. Dabei müssten die Verpflichtungen gegenüber dem IWF von Argentinien beachtet werden.

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