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Terror-Analyse in Belgien Tausende Fahndungsfälle wohl noch unbearbeitet

Der Bericht der parlamentarischen Untersuchungskommission in Belgien zeigt laut flämischen Medien, dass die Zahl der unbearbeitete Fahndungsfälle dort weiter gestiegen ist. Der Grund soll Personalmangel sein.
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Beim den Anschlägen auf den Flughafen und eine Metrostation in Brüssel starben insgesamt 35 Menschen. Quelle: AP
Anschläge in Belgien 2016

Beim den Anschlägen auf den Flughafen und eine Metrostation in Brüssel starben insgesamt 35 Menschen.

(Foto: AP)

BrüsselDie Zahl der unbearbeiteten Fahndungsfälle in Belgien ist gut ein Jahr nach den Terroranschlägen von Brüssel auf rund 11.000 gestiegen. Das geht aus dem Bericht der parlamentarischen Untersuchungskommission zu den Attentaten vom 22. März 2016 hervor, wie der flämischen Sender VRT am Samstag meldete. Die Angaben zu gesuchten Personen oder Fahrzeugen würden nicht rechtzeitig in die Datenbanken der Polizei eingespeist. Der Grund sei Personalmangel.

„Als wir die Verantwortlichen im Herbst angehört haben, sprachen sie von über 5000 Fahndungsfällen, die noch nicht in unsere Datenbanken aufgenommen waren“, sagte der Grünen-Abgeordnete Stefaan Van Hecke dem Sender. Der Untersuchungsausschuss habe diese Zahl beim Schreiben seines Berichts nochmals überprüft: „Zu unserer Überraschung war sie angestiegen auf 11.000 Fahndungsfälle.“ Wenn die Staatsanwaltschaft eine unauffindbare Person befragen wolle, lande ihre Ausschreibung zur Fahndung also erstmal auf diesem Stapel von 11.000 Fällen.

Angriff auf Europas Herz
Explosionen am Flughafen Zaventem
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Europa in Schockstarre: Am Dienstag kam es in der belgischen Hauptstadt Brüssel zu mehreren Explosionen. Die Behörden schließen einen Terroranschlag nicht aus; mindestens 13 Menschen sterben bei einer Detonation in dem zentrumsnahen Flughafen Zaventem. Auch zwei Metro-Stationen sollen Ziel der Attacke gewesen sein – darunter die Haltestelle Maelbeek, die rund 400 Meter von dem Hauptsitz der EU-Kommission entfernt liegt.

(Foto: dpa)
Evakuierung und Landestopp
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Nach der Explosion wurde der Flughafen evakuiert, der Flugverkehr wurde komplett eingestellt. Die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtet unter Berufung auf die Feuerwehr, elf Menschen seien im Flughafen ums Leben gekommen.

(Foto: dpa)
Zerstörte Halle
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Schon von weitem lassen sich die Zerstörungen am Flughafengebäude erkennen: Die Scheiben einer Terminal-Halle sind fast vollständig herausgebrochen. Eine Maschine der Lufthansa, die bereits in der Luft auf dem Weg nach Brüssel war, habe nach Lüttich umgeleitet werden müssen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

(Foto: dpa)
Abflughalle
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Ein Bild der Verwüstung bietet auch die Abflughalle des Flughafens Zaventem. Auf Twitter kursierten schnell erste Bilder von zerstörten Gebäudeteilen.

(Foto: Screenshot Twitter)
U-Bahn betroffen
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Zusätzlich zum Flughafen bleiben heute auch die Metro-Stationen in Brüssel geschlossen. Nach verschiedenen Medienberichten soll es an den Haltestellen Maelbeek und Schuman ebenfalls zu Explosionen gekommen sein. Die Station Schuman liegt in direkter Nähe zu verschiedenen europäischen Institutionen bzw. direkt darunter.

(Foto: dpa)
Zahlreiche Verletzte
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Bisher sind 35 Verletzte bekannt, mindestens 15 weitere Menschen sollen bei den Anschlägen auf die U-Bahn-Stationen verwundet worden sein, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur afp. Die Behörden haben für das gesamte Land die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen.

(Foto: dpa)
Haltestelle Maelbeek
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Tote soll es bei den Explosionen in der Metro nicht gegeben haben, die örtlichen Verkehrsbetriebe berichten jedoch auch von Verletzten. Laut dem TV-Sender VRT wurde mindestens eine Detonation von einem Selbstmordattentäter verursacht.

(Foto: dpa)

Die Polizei habe Terror-Verdachtsfälle vorrangig bearbeitet und dafür andere Fahndungsersuchen hintangestellt, erklärte der Parlamentarier. Das schaffe neue Gefahren. Terrorverdächtige hätten zuvor häufig andere Straftaten begangen. Bei den Anschlägen auf den Flughafen und eine Metrostation in Brüssel rissen drei Selbstmordattentäter 32 Menschen mit in den Tod, hunderte wurden verletzt.

Brexit 2019
  • dpa
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