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Terror in Nigeria Auf dem Weg zum gefährlichsten Land der Welt

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Nigerias Armut entspringt fehlender Bildung

Wieder 31 Tote nach Überfällen in Nigeria

Dabei entspringt die tiefe Armut im Norden Nigerias nicht etwa zu viel moderner Bildung wie „Boko Haram“ behauptet, sondern gerade einem eklatanten Mangel daran: Die Gliedstaaten Borno und Yobe im Nordosten sind die beiden mit der größten Zahl an Analphabeten und der gleichzeitig höchsten religiösen Gewalt.

Daneben hat das extrem brutale Vorgehen der Islamisten viele Investoren und Händler aus der Region vertrieben, so dass nun noch weniger Geld für Soziales zur Verfügung steht, was viele Jugendliche direkt in die Arme islamistischer Fanatiker treibt. So entsteht ein Teufelskreis.

Der christliche Präsident Goodluck Jonathan hat in dem Kampf der nigerianischen Regierung gegen den Terrorismus bislang keine gute Figur gemacht. Frustriert über das Unvermögen der Armee, die Rebellion im Norden erfolgreich zu bekämpfen, hatte er erst zu Jahresbeginn die Militärführung neu besetzt.

Jonathan geht wohl zu Recht davon aus, dass die islamistische Sekte politische Rückendeckung hat, womöglich in seinem eigenen Kabinett. Es ist jedenfalls auffällig, dass sein muslimischer Widersacher Muhammadu Bahari den seit 2009 wütenden Terror von „Boko Haram“ seitdem kein einziges Mal verurteilt hat. Statt dessen wirft Bahari der Regierung fehlende Kompromiss- und Gesprächsbereitschaft vor, obwohl Jonathan den Terroristen verschiedene Verhandlungsangebote unterbreitet hat, darunter eine Amnestie.

Der wohl wichtigste Grund für diese Radikalisierung der muslimischen Jugend ist wohl der völlig aus dem Ruder gelaufenen Bevölkerungszuwachs, der alle noch so kleinen Fortschritte sofort wieder auffrisst: Mit rund 175 Millionen Menschen ist der westafrikanische Ölstaat der mit Abstand bevölkerungsreichste in Afrika und rangiert weltweit bereits heute auf Platz sieben.

Spätestens im Jahr 2100, vermutlich aber noch viel früher, könnte Nigeria mit dann mindestens 900 Millionen Menschen gleich hinter China und Indien weltweit auf Rang drei vorrücken. Jedes Jahr werden in dem kaum entwickelten und fast völlig vom Ölexport abhängigen Land sieben Millionen Kinder geboren – mehr als zehnmal so viel wie in Deutschland.

Dennoch geht das Wachstum fast ungebremst weiter schreibt Reiner Klingholz vom Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Anders als in vielen Ländern Asiens und Lateinamerikas habe sich die Fruchtbarkeitsrate in Nigeria seit der Unabhängigkeit vor 54 Jahren nur minimal verringert – von damals 6,6 auf nun 5,7 Kinder pro Frau.

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1 Kommentar zu "Terror in Nigeria: Auf dem Weg zum gefährlichsten Land der Welt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Situation in dem Land wird täglich schlimmer. Alle Insider gehen davon aus, das nach den Wahlen im nächsten Jahr ein wirtschaftlicher Zusammenbruch und erhebliche blutige Unruhen kommen werden. Allein in 2013 wurde mehr als die Hälfte (ca 20 Mrd US-$) der Staatseinnahmen von den Eliten (Bundes- und Landespolitikern sowie Wirtschaftsmagnaten) in die eigene Tasche gesteckt (in diesem Jahr wird es noch mehr sein). Der Chef der Zentralbank machte diese Zahl öffentlich und wurde daraufhin von dem korrupten Präsidenten umgehend gefeuert. Die Gelder werden von den Kleptomanen übrigens umgehend in Immobilien, Unternehmen, Banken in Europa und den USA angelegt und die deutschen Premiumhersteller freuen sich über prächtige Verkaufszahlen in Westafrika.
    Als Folge der fehlenden Mittel stehen an Zahlungen der Zentralregierung an die Bundesländern sowie an Staatsbedienstete (Polizei, Militär, Verwaltung, etc) mehrere Monate aus. Ganz zu schweigen von den vielen Projekten in der Infrastruktur, die dringend verbessert werden muss um mit der wachsenden Bevölkerung Schritt zu halten. Viele ausländische Unternehmen, die dort bisher tätig waren haben schon die Segel gestrichen. Zum Einen wegen fehlender Zahlungen (trotz vertraglicher Verpflichtungen der Regierung) zum Anderen wegen der Sicherheitslage.
    Die Nigerianer selbst sagen mir, dass ihr Land keine Zukunft hat (Viele wollen einfach nur weg) - dies erklärt auch das Handeln der Führung bis hinunter zum einfachen Bürger. Die Devise lautet dort:Es gibt kein Gestern, es gibt kein Morgen, es gibt nur das Hier und Heute. God bless Nigeria!