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Terror in Nigeria Auf dem Weg zum gefährlichsten Land der Welt

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Zwei Drittel aller Nigerianer leben in bitterster Armut

Dass schon jetzt mehr als zwei Drittel aller Nigerianer in bitterster Armut leben und ein enormes Konfliktpotenzial bilden, scheint die vielen westlichen Unternehmensberatungen, die Nigeria noch immer als den großen Hoffnungsträger Afrikas verkaufen, nicht weiter zu stören.

Die meisten glauben – wie Roland Berger oder McKinsey – stattdessen noch immer an die oft beschworene „demographische Dividende“, also die Vorstellung, dass das Wirtschaftswachstum eines Landes in enger Verbindung zur Zunahme seiner Bevölkerung im berufstätigen Alter steht, wie das zwischen 1960 und 2000 in Asien der Fall war. Dass die kulturellen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen in Afrika und auch in Nigeria ganz andere sein könnten, wird geflissentlich übersehen.

Dabei hat gerade erst David Bloom von der School of Public Health an der Harvard Universität in einer Studie davor gewarnt, dass eine ganze Reihe von Faktoren es der nigerianischen Wirtschaft sehr schwierig machen, von eben dieser demografischen Dividende zu profitieren. Bereits jetzt gelingt es Nigeria nicht einmal ansatzweise, größere Teile seiner Jugend in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Vor allem unter jungen Männern im Norden dürfte die Arbeitslosigkeit inzwischen weit über 60 Prozent liegen. Für Reiner Klingholz vom Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung ist der enorme Überhang an jungen Menschen eine „Garantie für gewaltsame Konflikte“.

Nigeria sei künftig nicht nur eines der jüngsten, sondern auch gefährlichsten Länder der Welt, resümiert er. Die jüngsten Anschläge von „Boko Haram“ und die verlorengegangene Kontrolle der Regierung über den Nordosten des Landes belegen dies in erschreckender Weise.

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1 Kommentar zu "Terror in Nigeria: Auf dem Weg zum gefährlichsten Land der Welt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Situation in dem Land wird täglich schlimmer. Alle Insider gehen davon aus, das nach den Wahlen im nächsten Jahr ein wirtschaftlicher Zusammenbruch und erhebliche blutige Unruhen kommen werden. Allein in 2013 wurde mehr als die Hälfte (ca 20 Mrd US-$) der Staatseinnahmen von den Eliten (Bundes- und Landespolitikern sowie Wirtschaftsmagnaten) in die eigene Tasche gesteckt (in diesem Jahr wird es noch mehr sein). Der Chef der Zentralbank machte diese Zahl öffentlich und wurde daraufhin von dem korrupten Präsidenten umgehend gefeuert. Die Gelder werden von den Kleptomanen übrigens umgehend in Immobilien, Unternehmen, Banken in Europa und den USA angelegt und die deutschen Premiumhersteller freuen sich über prächtige Verkaufszahlen in Westafrika.
    Als Folge der fehlenden Mittel stehen an Zahlungen der Zentralregierung an die Bundesländern sowie an Staatsbedienstete (Polizei, Militär, Verwaltung, etc) mehrere Monate aus. Ganz zu schweigen von den vielen Projekten in der Infrastruktur, die dringend verbessert werden muss um mit der wachsenden Bevölkerung Schritt zu halten. Viele ausländische Unternehmen, die dort bisher tätig waren haben schon die Segel gestrichen. Zum Einen wegen fehlender Zahlungen (trotz vertraglicher Verpflichtungen der Regierung) zum Anderen wegen der Sicherheitslage.
    Die Nigerianer selbst sagen mir, dass ihr Land keine Zukunft hat (Viele wollen einfach nur weg) - dies erklärt auch das Handeln der Führung bis hinunter zum einfachen Bürger. Die Devise lautet dort:Es gibt kein Gestern, es gibt kein Morgen, es gibt nur das Hier und Heute. God bless Nigeria!