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Terror in Pakistan Taliban ermorden christlichen Minister

Attentäter haben am Mittwoch den einzigen christlichen Minister in Pakistan erschossen. Hinter dem Mordanschlag sollen Taliban stecken. Außenminister Westerwelle reagierte mit Bestürzung auf die Tat.
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Spuren des Mordanschlags: In diesem Auto starb Pakistans Minister Shahbaz Bhatti. Quelle: dapd

Spuren des Mordanschlags: In diesem Auto starb Pakistans Minister Shahbaz Bhatti.

(Foto: dapd)

Islamabad/Berlin Nach Angaben der Polizei wurde der für Minderheiten zuständige Shabaz Bhatti in der Nähe eines Marktes in Islamabad getötet. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Bhatti, der ein Kritiker des pakistanischen Blasphemie-Gesetzes war, sei ein Gotteslästerer gewesen, erklärte ein Sprecher der Islamisten. Nach ersten Berichten sei der Minister von drei mit Kalaschnikow-Schnellfeuergewehren bewaffneten Männern getötet worden, erklärte die Polizei.

Die Windschutzscheibe seines Autos wies mehrere Einschusslöcher auf. Den Sicherheitsbehörden zufolge war Bhatti nur mit seinem Fahrer unterwegs, obwohl ihm die Polizei zwei Personenschützer gestellt habe. Bhatti war der zweite führende pakistanische Politiker, der wegen seiner Kritik am Gesetz gegen Gotteslästerung ermordet wurde. Im Januar war deshalb ein Provinzgouverneur von einem Leibwächter umgebracht worden.

Anschlag auf christlichen Minister in Pakistan

Mit großer Bestürzung reagierte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) auf die Ermordung Bhattis. „Sein Tod macht uns betroffen, er schockiert uns“, sagte Westerwelle in Berlin. „Es ist ein schwerer Verlust für Pakistan.“ Bhatti habe sich mit außergewöhnlichem Engagement und großem Mut für die Rechte von Minderheiten eingesetzt, betonte der Außenminister.

Jetzt müsse alles getan werden, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen und den Schutz aller Religionsgruppen in Pakistan sicherzustellen.

  • rtr
  • dpa
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