Terrorwarnung „Al-Kaida-Anhänger haben über große Anschläge geredet“

Barack Obama hat auf einen Schlag über 20 US-Botschaften und Konsulate auf der ganzen Welt schließen lassen. Hochrangige Al-Kaida-Anhänger sollen über „große Anschläge“ geredet haben. Die Vorbereitungen liefen bereits.
Update: 04.08.2013 - 22:46 Uhr 37 Kommentare
US-Präsident Barack Obama will nach dem politischen Wirbel um den Anschlag von Bengasi im vergangenen Jahr Kritikern keine neue Flanke bieten. Quelle: Reuters

US-Präsident Barack Obama will nach dem politischen Wirbel um den Anschlag von Bengasi im vergangenen Jahr Kritikern keine neue Flanke bieten.

(Foto: Reuters)

WashingtonDieses Mal wollte Präsident Barack Obama ganz klar nichts, aber auch gar nichts anbrennen lassen. Sicherheitsexperten stimmen darin überein: Die Schließung von mindestens 25 Botschaften und Konsulaten der USA auf einen Schlag am Wochenende wegen einer möglichen Terrorbedrohung ist ein außergewöhnlicher, dramatischer Schritt. „Das habe ich noch nicht erlebt“, sagte etwa der frühere CIA-Beamte Robert Baer dem Sender CNN.

Die USA haben zudem ihre aus Sorge vor Anschlägen verfügten Botschafts-Schließungen verlängert und ausgeweitet. Einige der betroffenen Botschaften würden bis kommenden Samstag geschlossen bleiben, zudem sollten zusätzliche Vertretungen schließen, teilte das Außenministerium am Sonntag in Washington mit.

Was also steckt dahinter? Die Bedrohung sei die „ernsteste“ seit längerem, ließen Washingtoner Regierungsbeamte durchblicken. „Eine Entscheidung, so viele Botschaften dichtzumachen und zugleich für einen Monat eine weltweite Reisewarnung auszugeben, legt nahe, dass die Bedrohung real und in einem fortgeschrittenen Stadium ist“, analysierte auch Bruce Riedel, Sicherheitsexperte am renommierten Brookings-Institut.

Auf jeden Fall wurde klar, dass Obama nach dem politischen Wirbel um den Anschlag von Bengasi im vergangenen Jahr kein Risiko eingehen, Kritikern keine neue Flanke bieten wollte. Sicherheitslücken im Vorfeld der Terrorattacke auf das Konsulat in der libyschen Stadt am 11. September 2012 hatten den Republikanern bis weit in dieses Jahr als Munition gedient. Jetzt signalisierte der Präsident demonstrativ, dass er im Zweifelsfall lieber zu viel des Guten als zu wenig tut, wenn es um die Sicherheit der Amerikaner weltweit geht - einschließlich der Botschaftsangehörigen.

Zwar zog sich Obama an seinem Geburtstagswochenende vorübergehend auf den Präsidenten-Landsitz Camp David zurück. Aber das Weiße Haus ließ die Öffentlichkeit flugs wissen, dass der Chef nicht die Champagnerkorken knallen lassen werde, während Terroristen lauerten. Der Präsident habe sein Sicherheitsteam angewiesen, alle nötigen Schritte zum Schutz des amerikanischen Volkes zu treffen, und er überzeuge sich ständig davon, dass das geschehe, verlautete aus der Regierungszentrale.

Und prompt erntete Obama auch Lob von republikanischer Seite. „Bengasi war ein schreckliches Versagen“, sagte Senator Lindsey Graham am Sonntag. „Diesmal tut der Präsident alles Nötige. Er hat anscheinend aus Bengasi gelernt.“

Was tun im Fall einer Terrorbedrohung? „Das ist immer eine Gratwanderung“, sagt Sicherheitsanalystin Frances Townsend. „Man darf nichts riskieren, aber man muss auch vermeiden, dass die Bevölkerung unnötig verängstigt wird oder sogar Panik ausbricht.“ Obamas Maßnahmen seien im Lichte der geheimdienstlichen Erkenntnisse aber ganz eindeutig „gerechtfertigt“.

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37 Kommentare zu "Terrorwarnung: „Al-Kaida-Anhänger haben über große Anschläge geredet“"

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  • "USA: Terrorangst als Ablenkung von der Spionage-Affäre"
    das war der urspruengliche Titel dieses Artikels, weshalb wurde er ( Druck von ogben ??) geaendert.?
    Deutschlands freie Presse......

  • wahl-o-meter sagt überhaupt nichts aus, sondern zeigt nur, wer mit welchen Aussagen übereinstimmt, nicht wen er wählen würde.
    Das ist schon ein Unterschied.
    Und wenn Sie sich der AfD zuwenden, können Sie besser den Stimmzettel ungültig machen und damit aussagen, das Sie unzufrieden sind. AfD ist nur eine FDP in anderer Farbe und Steigbügelhalter für Merkel. Es ist reine Phantasie zu glauben das AfD etwas ändern könnte - zumal im Parteiprogramm bei 23 Punkten der Satzanfang " Wir fordern..." steht, nicht "Wir werden...". Das ist ein gravierender Unterschied,zudem muß AfD mit irgendjemandem koalieren, um etwas sagen zu können; mal abgesehen vom durchsetzen.
    Also dann lieber ungültig "wählen" - was übrigens auch die Nicht- und Protestwähler machen sollten, um eine klare und unmissverständliche Aussage nach Berlin zu schicken.
    der übliche Standartsatz von Merkel: "Der Wähler hat entscheiden" wird ihr dann im Hals stecken bleiben.

  • Habe doch tatsächlich den Link vergessen - hier ist er:

    Titel: "Hillary Clinton : We created Al-Qaeda"

    http://www.youtube.com/watch?v=Dqn0bm4E9yw

  • Ja es stimmt, was in der Überschrift steht: Al Kaida Anhänger haben tatsächlich über große Anschläge geredet - das aber machen die Amerikaner doch schon so lange...

    Wer nicht glaubt, das es stimmt, sollte sich folgendes Video ansehen ; lediglich 1:35 Minuten, dafür aber sehr aufschlussreich.

  • US-Politiker feiern ihre Geheimdienste: http://www.handelsblatt.com/politik/international/nach-terror-warnung-us-politiker-feiern-ihre-geheimdienste

    EU/D-Politiker folgen blind:
    http://www.internet-law.de/2013/08/uebermittlung-von-metadaten-an-die-nsa-darf-der-bnd-das.html

    FDP profitiert momentan kräftig und "unterstützt die Warnungen", wie bei Geheimdienstquellen üblich ohne jegliche Quellenangaben ( und wenn es mal welche geben sollte, derartig gelogen wie beim Irak-Einmarsch? ):
    http://www.rp-online.de/politik/ausland/die-gespraeche-der-terroristen-erinnern-an-9-11-1.3583659



    Deutsche Bürger? Reaktionen? Fehlanzeige.
    "ja, wir sind alle bedroht - indbesondere der WESTEN - überall" "Haben doch nichts zu verbergen". Wirtschafts- und Industriespionage - 4 Milliarden € Schaden pro Jahr ( Corporate Trust Studie ). Egal. Ja,... wir haben es.


    Bundestagswahl 2013 ... no reaction.

    No Comment.

  • Die größte Gefahr droht von den Amerikanern!

  • Hält man uns EU-Bürger für doof ?

    Durchsichtiger, billiger Müll, der uns vorgesetzt wird !

  • Al-Kaida-Anhänger haben also auf der arabischen Halbinsel über Anschläge geredet. Die NSA hat Gespräche mitgehört und basierend auf dieser Information werden die Botschaften geschlossen. Die Befürworter der NSA Stasi werten das als Bestätigung.
    Allerdings kann man es auch anders sehen. Vielleicht haben sich die Al-Kaida-Anhänger auch einfach gesagt: "Du lass uns am Telefon mal etwas über Anschläge quasseln, das kostet nix und die NSA Spitzel sorgen dann ganz allein dafür dass der Amerikanische diplomatische dienst weltweit für ne weile dichtmacht." Man könnte auch sagen: die NSA ist ein Sicherheitsrisiko da die Überwachung, wenn sie bekannt ist, Bestandteil von Manipulation werden kann.

  • Wenn es den Amerikaner ernst wäre, hätten sie auch die Botschaft in Berlin geschlossen.Ein Sahnstück eines Anschlages, der weltweit für Aufsehen sorgen würde. Zumal Terorristen bei uns
    nicht erst lange Reisen unternehmen müssen,sie haben vermutlich ihre zwei Pässe in der Tasche und fallen nicht auf und sie sind vernetzt. Also aufpassen.

  • Bengasi...das war letztenendes hausgemacht. Was hatte der Westen dort zu suchen? Libyen wurde durch die NATO erst zu einem unsicheren chaotischen Landstrich gebombt.

    Nur - "Terrorismus" ist nach fast allen Erfahrungen von den involvierten Staaten initiiert!
    Der nächste große Anschlag wird dann Iran in die Schuhe geschoben, damit es einen Kriegsgrund gibt.

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