Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Testlauf für Warnsystem Israelis erhalten SMS bei Raketenangriff

In einem Test erprobt Israels Armee ein System, das die Bürger bei einem bevorstehenden Raketenangriff per SMS warnen soll. Israelische Medien sehen darin die Vorbereitung auf eine Eskalation des Atomstreits mit Iran.
12.08.2012 - 15:39 Uhr
In einem Testlauf erprobt Israel ein SMS-System, das die Menschen bei einem iranischen Raketenangriff warnen soll. Quelle: dpa

In einem Testlauf erprobt Israel ein SMS-System, das die Menschen bei einem iranischen Raketenangriff warnen soll.

(Foto: dpa)

Jerusalem Die israelische Armee will die Zivilbevölkerung künftig per Kurznachrichten auf Handys vor drohenden Raketenangriffen warnen. Sie startete am Sonntag einen mehrtägigen Test eines neuen Systems. Israelische Medien interpretierten diesen Schritt als eine weitere Vorbereitung für eine mögliche Eskalation im Atomstreit mit dem Iran.

Am Sonntag erhielten die Bewohner verschiedener Regionen Israels, darunter die Städte Jerusalem, Tel-Aviv und Haifa, eine SMS-Nachricht in hebräischer, arabischer, englischer und russischer Sprache. „Die Führung der passiven Verteidigung, Test des mobilen Alarmsystems“, hieß es in der Testbotschaft des israelischen Militärs. Vier Tage lang soll das Handy-Warnsystem erprobt werden, bevor am Donnerstag ein landesweiter Test folgen solle, erklärte die Armee.

Laut Medienberichten wird das System zum jetzigen Zeitpunkt eingerichtet, um vor Gegenattacken nach einem möglichen Angriff Israels auf iranische Atomanlagen zu warnen. Befürchtet wird demnach Raketenbeschuss durch den Iran oder durch die radikalislamische Hisbollah-Miliz im Libanon.

Die Tageszeitung „Jediot Ahronot“ kritisierte, dass Israel für einen Krieg „nicht bereit“ sei und etwa die Hälfte der Einwohner des Landes beispielsweise nicht über Atemschutzmasken verfügten. Auch würden begonnene Sicherungsmaßnahmen an Israels Krankenhäusern noch rund drei Jahre dauern.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach am Sonntag bei der wöchentlichen Kabinettssitzung hingegen von „bedeutenden Verbesserungen“ bei den Kapazitäten zum Schutz der Zivilbevölkerung. Dabei verwies er unter anderem auf die Raketenabwehrsysteme „Iron Dome“ und „Hetz“. Mit Blick auf den Iran warnte er: „Ich wiederhole, der Iran darf die Atombombe nicht bekommen.“

    Die USA und andere westliche Staaten beschuldigen den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich Atomwaffen zu entwickeln. Mit immer schärferen Sanktionen versucht der Westen, Teheran zum Verzicht auf seine Urananreicherung zu zwingen. Der Iran weist die Anschuldigungen zurück und besteht auf seinem Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie.

    • afp
    Startseite
    Mehr zu: Testlauf für Warnsystem - Israelis erhalten SMS bei Raketenangriff
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%