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Texas Demokraten fordern schärfere Waffengesetze nach Massaker in El Paso

Führende Oppositions-Politiker fordern in den USA eine engere Auslegung für Waffengebrauch. Anlass ist ein Massaker in El Paso mit 20 Toten.
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Ein Schütze hatte in dem Einkaufszentrum mindestens 20 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Im ganzen Land werden Rufe nach strengeren Waffengesetzen laut. Quelle: dpa
Proteste für schärfere Waffengesetze

Ein Schütze hatte in dem Einkaufszentrum mindestens 20 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Im ganzen Land werden Rufe nach strengeren Waffengesetzen laut.

(Foto: dpa)

El Paso, Las Vegas Nach dem Massaker in El Paso haben die Präsidentschaftsbewerber für die US-Demokraten eine Verschärfung der Waffengesetze angemahnt. „Das ist krank“, sagte Kandidat und Ex-Vizepräsident Joe Biden angesichts der Bluttat mit 20 Toten. „Das geht über alles hinaus, was wir tolerieren sollten. Wir können die NRA (Waffenlobbyorganisation, Anm. d. Red.) besiegen. Wir können die Waffenhersteller besiegen.“

Auch die Senatorin Amy Klobuchar prangerte die NRA an. Der Verband habe lange die amerikanische Politik dominiert – bis hin zu einem Punkt, wo er „vernünftige Gesetze, die Todesfälle und Tötungen verhindert hätten“ aufgehalten habe. Bei dem Massaker in einem Einkaufszentrum in El Paso tötete ein Schütze am Samstagvormittag 20 Menschen und verletzte 26 weitere. Ein Verdächtiger wurde verhaftet.

El Pasos Bürgermeister Dee Margo bestätigte am Abend, die Polizei gehe einem rassistischen Online-Eintrag nach, der kurz vor der Tat veröffentlicht und möglicherweise von dem Verdächtigen verfasst worden sei.

US-Präsident Donald Trump zeigte sich betroffen. Die Schüsse in El Paso seien nicht nur tragisch, sondern eine feige Tat gewesen, twitterte er. Es gebe niemals Gründe oder Entschuldigungen dafür, unschuldige Menschen zu töten.

Senator Bernie Sanders kritisierte: „Überall in der Welt schauen die Menschen auf die Vereinigten Staaten und fragen sich, was los ist. Was ist das für ein geistiger Zustand in Amerika, wo wir wieder und wieder diesen unbeschreiblichen Horror sehen.“

Persönlich betroffen zeigte sich der frühere Abgeordnete Beto O'Rourke, der aus El Paso stammt und die Stadt sechs Jahre lang im Kongress vertreten hat. Vor Gewerkschaftern sagte er, ihm sei zu Ohren gekommen, der Schütze habe möglicherweise eine Waffe im Militärstil verwendet. Die USA müssten sicherstellen, dass solche Waffen auf dem Schlachtfeld blieben. „Bringt sie nicht in unsere Gemeinden.“

Für einen echten Wandel brauche es in manchen Fällen wohl friedlichen zivilen Ungehorsam, so O'Rourke. Er glaube, dass es in den USA letztlich zu schärferen Waffengesetzen kommen werde. „Aber es wird wegen Leuten sein, die erzwingen, dass es umgesetzt wird.“

Vor dem Weißen Haus und dem Kapitol protestierten am Samstagabend mehrere hundert Menschen für schärfere Waffengesetze. „Wir brauchen ein Heilmittel auf Bundesebene“, forderte beispielsweise Amber Gustafson von der Organisation „Mütter fordern Taten“.

Für Bernice King, Tochter von Martin Luther King, steckt die Lösung auch in der Ablehnung von hasserfüllter Rhetorik. „Wir können Leben retten, in dem wir unsere Gesetze ändern. Und indem wir hasserfüllte, entmenschlichende Politik ablehnen“, schrieb sie auf Twitter.

Kritik gab es hingegen von Kyle Kashuv, der 2018 die Schießerei auf der Douglas High School überlebte. Er warf den Demokraten vor, dass Massaker für eine politische Agenda zu missbrauchen. „Die Zweckentfremdung von Traumata ist falsch“, sagte der konservative Aktivist.

Mehr: An Schulen und Hochschulen in den USA kommt es immer wieder zu Massakern. Lehrer in Florida sollen deshalb künftig bewaffnet Unterricht geben dürfen.

  • ap
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