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"Tiefe Skepsis" über Erfolg der Nato Fischer warnt vor Nato-Einsatz in Irak

Auf der Münchener Sicherheitskonferenz hat Außenminister Fischer einen Nato-Einsatz in Irak abgelehnt. Der britische Verteidigungsminister Hoon begründete den Irak-Krieg.

HB BERLIN. Außenminister Joschka Fischer bezweifelt, dass ein Nato-Einsatz in Irak sinnvoll wäre. Zwar werde sich Deutschland bei der Entscheidung über eine solche Mission nicht gegen seine Bündnispartner stellen, sagte Fischer am Samstag bei der 40. Münchner Sicherheitskonferenz. Doch hege er eine «tiefe Skepsis», ob die Nato dort Erfolg haben könne.

Stattdessen forderte der Außenminister, die Uno müsse die zentrale Rolle bei der Wiederherstellung der Souveränität des Irak spielen. Zudem sei für eine langfristige Befriedung der Region ein «dauerhafter Reformprozess» nötig.

Nach Fischers Auftritt hat der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon die Motive der Alliierten für den Irak-Krieg erläutert. Ohne den Einsatz der USA und Großbritanniens wäre Saddam Hussein heute noch an der Macht, sagte Hoon. Er wisse zwar, dass die Frage der Massenvernichtungswaffen «kontrovers» bleibe. Der Hutton-Bericht habe aber gezeigt, dass Saddam Hussein solche Waffen angestrebt habe.

Hoon begrüßte ausdrücklich Fischers Forderung nach einer neuen Initiative für den Nahen Osten. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern sei «sicherlich das größte Problem». Auch Großbritannien wolle sich an Dialog und Diskussionen beteiligen.

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