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Tierschutz Prinz William mit flammenden Apell gegen Wilderer

Füchse und Fasanen jagt die britische Königsfamilie, für Elefanten und Nashörner setzen sie sich aber ein: Prinz William verlangt einen entschlossenen Kampf gegen Wilderer und skrupellose Händler.
17.11.2016 - 11:31 Uhr Kommentieren
Prinz William setzt sich für den Tier- und Naturschutz ein. Er spricht sich gegen den Handel mit Elfenbein aus. Quelle: Reuters
Internationale Konferenz in Vietnam

Prinz William setzt sich für den Tier- und Naturschutz ein. Er spricht sich gegen den Handel mit Elfenbein aus.

(Foto: Reuters)

Hanoi Mit einem flammenden Appell zum Kampf gegen Wilderer und skrupellose Händler von Wildtierteilen hat Prinz William von Großbritannien in Vietnam eine internationale Konferenz eröffnet. „Wenn wir dies nicht in den Griff bekommen, wie sollen wir dann andere globale Probleme lösen?“, sagte er am Donnerstag in Hanoi vor etwa 100 Teilnehmern. Vertreten sind bei der Konferenz mehr als 50 Unterzeichner des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES). Sie beraten dort bis Freitag, wie der Handel mit Elfenbein, Nashörnern, und Körperteilen wildlebender Tiere wie der Schuppentiere besser effektiver bekämpft werden kann.

William tritt mit seinem Engagement in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters. Die königliche Familie geht zwar unter internationalem Protest auf Fuchs- und Fasanenjagd, aber Williams Vater Prinz Charles hat sich trotzdem zeitlebens für Natur- Tierschutz eingesetzt. Sein Großvater Prinz Philipp war der erste Präsident der Umweltstiftung WWF in Großbritannien. William ist Präsident der Naturschutzorganisation „United for Wildlife“.

Die Verwendung von Wildtierteilen wie Elfenbein oder Nashorn müsse geächtet werden, sagte William - in einem Land, in dem Schmuckstücke daraus als Statussymbol gelten. Paste aus Nashörnern gilt dort als Potenzmittel, obwohl nie eine medizinische Wirkung nachgewiesen wurde. „Wir wissen heute vieles, was frühere Generationen nicht wussten“, sagte William. „Es ist falsch, nach Elfenbein zu trachten, und Elfenbein ist nicht mehr schön, wenn es nicht am Elefanten ist.“

Die Konferenz ist mitorganisiert vom UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung in Wien. In der Heimatstadt der Organisation wurden diese Woche in zwei Wohnungen 90 Elefantenstoßzähne sichergestellt. In Deutschland waren vor wenigen Wochen 1,2 Tonnen Elfenbein sichergestellt worden. „Wir sind entsetzt über diesen Fund in Österreich, der das globale Ausmaß der Wilderei auf eines der eindrucksvollsten Lebewesen der Erde aufzeigt“, meinte Georg Scattolin vom WWF Österreich. „Wenn das sinnlose Töten der größten Landsäugetiere nicht gestoppt wird, können Elefanten aus einigen Gebieten schon bald komplett verschwunden sein.“

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