„Times“ Putin ist die eigentliche Person des Jahres

Für die „Times“ ist Wladimir Putin der eigentliche „Mann des Jahres“. Der russische Präsident könne mit „einem wölfischen Grinsen“ auf ein Jahr zurückblicken, in dem fast alle seine Träume in Erfüllung gegangen sind.
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Der russische Präsident hat nach Ansicht der Londoner „Times“ die Welt im vergangenen Jahr „ganz nach seinen Vorstellungen neu gestaltet“. Quelle: dpa
Wladimir Putin

Der russische Präsident hat nach Ansicht der Londoner „Times“ die Welt im vergangenen Jahr „ganz nach seinen Vorstellungen neu gestaltet“.

(Foto: dpa)

LondonZur Entscheidung des „Time“-Magazins für Donald Trump als Person des Jahres schreibt am Samstag die Londoner „Times“: „Obwohl Trump 2016 offenkundig für die größte „news story“ sorgte, hätte er nicht ausgewählt werden sollen. Denn es gibt eine andere Figur, die höher aus diesem „Annus horribilis“ herausragt, wenngleich aus dem Schatten. Ein Mann, der dieses Jahr mit einem wölfischen Grinsen in der Gewissheit abschließt, dass fast alle seine Träume in Erfüllung gegangen sind. Dieser Mann ist Wladimir Putin.

Putin zähmt die wilden Pferde
Pferderomantik im Abendlicht
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Russlands Präsident Wladimir Putin liebt die naturnahe Inszenierung mit freilebenden Tieren – dieses Mal sind es wilde Pferde, die zu seinem Fotomotiv werden. Am 3. Oktober besucht Putin in der Region Orenburg im Süden des Ural eine Station für Przewalski-Pferde.

Fütterung bei Sonnenuntergang
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Im Abendlicht füttert das Staatsoberhaupt – im Militär-Outfit – die Przewalski-Pferde, die in Russland zur Seltenheit geworden sind: Die Tiere gelten in freier Wildbahn als so gut wie ausgestorben.

Naturnahe Aufzucht
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In der Station bei Orenburg werden die Przewalski-Pferde gezüchtet und aufgezogen. Die dortigen Pfleger kümmern sich derzeit um eine kleine Tiergruppe aus Frankreich, um sie an ihr ursprüngliches Lebensumfeld zu gewöhnen. Der Präsident hilft dabei – zumindest vor den Fotografen.

Mediale Inszenierung
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Für Wladimir Putin die ideale Gelegenheit, um sich in den Medien mal wieder als naturverbundener und tierlieber Präsident darzustellen.

Perfekte Fotomotive
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Die seltenen Pferde eigenen sich für den Präsidenten als ideales Fotomotiv – so wie in der Vergangenheit bereits Eisbären, Leoparden, Hunde, Kraniche oder sibirische Tiger. Seine Strategie: Der 63-Jährige will seine eigene Stärke und Macht demonstrieren – wo ginge dies besser als in der rauen Natur Russlands?

Putin als Winnetou
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Seit vielen Jahren umgibt sich Wladimir Putin gerne mit Tieren – Pferde hatte er bereits 2009 zu seinem Motiv auserkoren. Damals reiste er durch die südsibirische Republik Tuwa, um sich dort mit nacktem Oberkörper und dunkler Sonnenbrille durch die Wildnis zu reiten.

Er schaut sich die Welt an und findet beinahe überall Zeichen, die auf sein Wirken hindeuten. Von Aleppo bis zum Weißen Haus, von postfaktischer Politik bis zum Brexit - dies ist das Jahr, in dem die Welt ganz nach seinen Vorstellungen neu gestaltet wurde. Sicher hat er nicht alle Entwicklungen selbst gesteuert - wenngleich er durchaus so manche angeschoben hat -, doch in ihrer Gesamtheit haben sie ihn zum größten Gewinner des Jahres 2016 gemacht.“

  • dpa
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