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„Tittengeplänkel“ Australischer Politiker stürzt über Internet-Kommentare

Das Internet vergisst nichts. Das musste jetzt auch ein konservativer Politiker in Australien feststellen. Wegen einer Website mit einigen obszönen Witzen musste er seine Kandidatur bei der Parlamentswahl zurückziehen.
20.08.2013 - 15:23 Uhr 1 Kommentar
Einige unpassende Witze in einem Internetforum sind jetzt einem australischen Politiker zum Verhängnis geworden. Quelle: dpa

Einige unpassende Witze in einem Internetforum sind jetzt einem australischen Politiker zum Verhängnis geworden.

(Foto: dpa)

Sydney Wegen seiner Webseite mit obszönen Witzen hat ein Politiker der Konservativen in Australien seine Kandidatur für die kommenden Parlamentswahlen zurückgezogen. „Ich bedauere zutiefst die Kommentare auf meiner Seite“, erklärte der liberal-konservative Kandidat Kevin Baker am Dienstag. Das Internet-Forum für Mini-Cooper-Fans habe er mittlerweile vom Netz genommen. Auf der Seite befanden sich hunderte anstößige Witze, einschließlich eines Kommentars von Baker, in dem er sich über „Tittengeplänkel“ ausließ.

Wie die Zeitung „Sydney Daily Telegraph“ berichtete, befanden sich auf der Seite zudem Kommentare über den Papst als angeblich Pädophilen, Inzest, Kindesmissbrauch oder Frauen, die Sex auf Billardtischen haben. Baker, der Vorsitzende einer Wohltätigkeitsorganisation für Kinder, räumte ein, er habe auch seine Moderatorenpflichten auf der Seite vernachlässigt. Neben seinen eigenen Bemerkungen seien eine Reihe von Äußerungen von Nutzern gemacht worden, „die vollkommen unangebracht sind“.

Der liberal-konservative Spitzenkandidat Tony Abbott reagierte mit den Worten, Baker habe das Falsche getan. Vor dessen Rückzieher hatte Abbott aber nicht sagen wollen, ob er Baker sein Vertrauen entziehe.

Bei den Wahlen am 7. September wäre Baker für den Parlamentssitz von Charlton in New South Wales ins Rennen gegangen. Charlton gilt als Hochburg der Labor-Partei. Baker hätte für einen Wahlsieg mehr als zwölf Prozentpunkte für die Liberal-Konservativen gutmachen müssen.

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    Doch auch die Regierungspartei ist nicht gefeit vor verbalen Entgleisungen: Erst Anfang des Monats ließ Premierminister Kevin Rudd einen Labor-Kandidaten fallen, weil er vor mehr als zehn Jahren eine behinderte Frau beleidigt hatte.

    • afp
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