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Tod von Kindern in Afghanistan Gates entschuldigt sich persönlich in Kabul

Für den Tod von neun Kindern bei einem Nato-Luftangriff in Afghanistan entschuldigte sich US-Verteidigungsminister Robert Gates nun persönlich. Der Vorfall sei ein schwerer Rückschlag für die beiderseitigen Beziehungen.
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US-Verteidigungsminister Robert Gates (l.) und Afghanistans Präsident Hamid Karsai: Bei einem Einsatz von Kampfhubschraubern kamen neun Kinder ums Leben. Quelle: Reuters

US-Verteidigungsminister Robert Gates (l.) und Afghanistans Präsident Hamid Karsai: Bei einem Einsatz von Kampfhubschraubern kamen neun Kinder ums Leben.

(Foto: Reuters)

Kabul/Washington US-Verteidigungsminister Robert Gates hat sich bei einem Besuch in Afghanistan persönlich für den Tod von neun Kindern bei einem US-Luftangriff entschuldigt. „Das bricht unser Herz“, sagte der Pentagonchef am Montag auf einer Pressekonferenz in Kabul im Beisein von Präsident Hamid Karsai. Gates räumte zugleich ein, dass die Beziehungen zwischen beiden Ländern durch den Vorfall einen Rückschlag erlitten hätten. Karsai hatte auf den Tod der neun Jungen empört reagiert. Eine Entschuldigung vom Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf, David Petraeus, bezeichnete er als „nicht genug“.

Die Entschuldigung von Gates nahm Karsai nun an, er respektiere sie, sagte er. Zugleich forderte er aber erneut: „Die zivilen Opfer müssen aufhören.“ Er rief Gates auf, diese Botschaft mit nach Washington zu nehmen. Die Kinder waren in der vergangenen Woche beim Einsatz von Kampfhubschraubern ums Leben gekommen.

Dass es bei Einsätzen der Nato-Soldaten gegen Extremisten immer wieder Opfer unter Zivilisten gibt, bringt die afghanische Bevölkerung zunehmend gegen die ausländischen Truppen auf. Zudem belastet es das Verhältnis zwischen Karsai und seinem engsten Verbündeten, den USA. In den vergangenen zwei Wochen gab es nach afghanischen Angaben mindestens vier Zwischenfälle im Osten des Landes, bei denen rund 80 Zivilisten getötet wurden.

Gates war nach Pentagonangaben zu einer Lageeinschätzung nach Afghanistan gereist. Das soll bei der Planung der ab Juli vorgesehenen US-Truppenverringerung helfen. Gates sprach von „bedeutenden Gewinnen“ im Land und einer „guten Position“ für die USA, mit den Reduzierungen zu beginnen.

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