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Todesschüsse auf Laquan McDonald US-Justiz ermittelt gegen Polizei von Chicago

Die US-Justiz prüft, ob beim Einsatz der teils tödlichen Polizeigewalt gegen Bürger rassistische Motive eine Rolle spielen. Aktueller Anlass ist der Tod eines 17-Jährigen Afroamerikaner. 16 Kugeln trafen den jungen Mann.
07.12.2015 - 20:34 Uhr
Der damals 17-jährige Afroamerikaner Laquan McDonald war im Oktober 2014 von 16 Polizeikugeln getroffen worden. Eine Videokamera hat das Geschehen aufgenommen. Quelle: ap
Video zeigt tödliche Schüsse

Der damals 17-jährige Afroamerikaner Laquan McDonald war im Oktober 2014 von 16 Polizeikugeln getroffen worden. Eine Videokamera hat das Geschehen aufgenommen.

(Foto: ap)

Chicago Nach den tödlichen Polizeischüssen auf den Afroamerikaner Laquan McDonald ermittelt die US-Justiz gegen die Polizei von Chicago. Es gehe vor allem um die Frage, ob beim Einsatz der teils tödlichen Gewalt gegen Bürger rassistische Motive im Spiel seien, sagte Justizministerin Loretta Lynch am Montag in Washington. Auch Disziplinarmaßnahmen bei Amtsvergehen von Polizisten sollen untersucht und gegebenenfalls vor Gericht gebracht werden.

Der damals 17-jährige Afroamerikaner Laquan McDonald war im Oktober 2014 von 16 Polizeikugeln getroffen worden. Nur zwei trafen ihn im Stehen. Ein kürzlich veröffentlichtes Video, das die Tat zeigt, hatte zu öffentlichen Protesten geführt, woraufhin die Stadt Polizeichef Garry McCarthy entließ. Die Protestbewegung „Black Lives Matter“ fordert auch den Rücktritt von Chicagos Bürgermeister Rahm Emanuel.

Staatsanwältin Anita Alvarez kündigte an, dass in einem anderen Fall keine Anklage gegen den Polizist erhoben werde, der den 25-jährigen Afroamerikaner Ronald Johnson in Chicago eine Woche vor den Schüssen auf McDonald erschossen hatte. Der Beamte habe „angemessen und zulässig“ gehandelt, da Johnson bewaffnet auf das Auto eines Polizisten zugerannt sei und auf einen der Polizisten gezielt habe. „Johnson hätte sich einfach umdrehen und auf die Beamte schießen oder sogar beim Laufen schießen können“, sagte Alvarez.

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