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Tony Mendez In Filmdrama „Argo“ porträtierter CIA-Agent Mendez gestorben

Der Spielfilm „Argo“ mit Ben Affleck machte die Lebensgeschichte von Antonio Mendez weltberühmt. Nun ist der frühere CIA-Agent im Alter von 78 Jahren gestorben.
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Mendez starb Berichten zufolge bereits am Samstag im Alter von 78 Jahren in einer Einrichtung für betreutes Wohnen im US-Bundesstaat Maryland. Quelle: dpa
Tony Mendez

Mendez starb Berichten zufolge bereits am Samstag im Alter von 78 Jahren in einer Einrichtung für betreutes Wohnen im US-Bundesstaat Maryland.

(Foto: dpa)

FrederickBen Affleck setzte ihm in „Argo“ ein filmisches Denkmal – nun ist der an der Rettung von US-Diplomaten aus dem Iran beteiligte Ex-CIA-Agent Antonio „Tony“ Mendez gestorben. Er wurde 78 Jahre alt, wie seine Familie und sein Literaturagent am Sonntag mitteilten. Demnach starb Mendez am Vortag in einem Heim für betreutes Wohnen in der Kleinstadt Frederick im US-Staat Maryland. Er hatte an Parkinson gelitten.

Zum Auslandsgeheimdienst CIA kam Mendez Mitte der 1960er Jahre. Im Laufe seiner 25 Jahre langen Karriere arbeitete er verdeckt an Schauplätzen des Kalten Krieges, etwa in der Sowjetunion. Als ein „Meister der Tarnung“ half Mendez gemeinsam mit Kollegen anderen Geheimagenten, durch falsche Dokumenten und Verkleidungen unerkannt zu bleiben, wie aus seiner ersten Biografie hervorgeht.

Eine seiner Operationen sollte Mendez spät Weltruhm einbringen. Er heckte den Plan mit aus, durch den sechs US-Diplomaten während der Geiselnahme von Teheran als kanadische Filmcrew getarnt 1980 an Bord eines Flugzeugs gelangten und so aus dem Land fliehen konnten.

Die wagemutige Aktion – jahrelang eher eine Randnotiz im Drama um 52 Geiseln, die im Zuge der Islamischen Revolution 444 Tage lang festgehalten wurden – diente als Vorlage für den Film „Argo“ von Regisseur und Hauptdarsteller Affleck, der 2013 den Oscar für den besten Film gewann.

Das Drehbuch zu dem Blockbuster, das auf anderen Memoiren Mendez' basierte, war großzügig für die Kinoleinwand ausgeschmückt worden. Die sechs Amerikaner durch den Teheraner Airport zu schleusen und letztlich an Bord einer Maschine zu bringen, sei unspektakulär verlaufen, schrieb der echte CIA-Agent einst. Doch im Film wird die Flucht zur hochdramatischen Zitterpartie, bei der iranische Angriffsteams auf der Landebahn noch dem Flugzeug hintereilen, als der Trick auffliegt.

Affleck würdigte Tony Mendez als „echten amerikanischen Helden“. Er sei ein Mann von „außerordentlicher Würde, Anständigkeit, Demut und Güte“ gewesen, twitterte Affleck am Samstag. „Er suchte nie das Rampenlicht für seine Aktionen, er wollte einfach nur seinem Land dienen. Ich bin stolz darauf, mit ihm zusammengearbeitet und eine seiner Geschichten erzählt zu haben.“

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