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Tote und Verletzte Neue Ausschreitungen in Ägypten

Trotz des Versöhnungsaufrufes von Übergangspräsident Masur ebbt die Gewalt in Ägypten nicht ab. Am Morgen sind bei Krawallen sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei drängt die Mursi-Anhänger mit Tränengas zurück.
23.07.2013 Update: 23.07.2013 - 11:46 Uhr Kommentieren
Krawalle in Kairo: Ein verletzter Mursi-Anhänger muss behandelt werden. Quelle: dpa

Krawalle in Kairo: Ein verletzter Mursi-Anhänger muss behandelt werden.

(Foto: dpa)

Kairo Bei Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi in Kairo sind nach amtlichen Angaben am Dienstag sechs Menschen getötet worden. Mindestens 33 weitere seien verletzt worden, berichtete die staatliche Zeitung „Al-Ahram“ auf ihrer Internetseite unter Berufung auf dass Gesundheitsministerium. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, um die Gewalt zu unterdrücken.

Vor den Krawallen hatte die Familie Mursis angekündigt, gegen Verteidigungsminister Abdel Fattah al-Sissi rechtliche Schritte wegen der Absetzung des gewählten Staatsoberhauptes und dessen Inhaftierung einzureichen. Die USA forderten Ägypten auf, Mursi und alle politischen Gefangenen freizulassen.

Hunderte Anhänger Mursis hätten in der Nähe der Universität demonstriert, als es zu Zusammenstößen mit Anwohnern, Straßenverkäufern und anderen Personen gekommen sei, hieß es in Polizeikreisen. Dabei seien Gewehrschüsse abgegeben und Steine geworfen worden. Autos wurden demoliert und angezündet. Bereits am Montag waren bei Krawallen in der Hauptstadt ein Mensch getötet und 20 verletzt worden.

Unterdessen hat der ägyptische Übergangspräsident Adli Mansur hat seine Landsleute erneut zur Versöhnung aufgerufen. „Es ist höchste Zeit, ein Land zu werden, das sich mit der Vergangenheit ausgesöhnt hat, um die Zukunft zu bauen“, erklärte Mansur am Montag (Ortszeit) in einer Fernsehansprache.

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    Schon vor der Rede war es in Kairo und zwei anderen Orten zu blutigen Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern Mursis gekommen. Dabei starben mindestens drei Menschen. 40 Menschen seien verletzt worden, berichteten staatliche ägyptische Medien weiter.

    Zuvor hatte die Familie des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi schwere Vorwürfe gegen das Militär erhoben, das den Politiker an einem unbekannten Ort festhält. „Wir klagen (den Armeekommandanten) Abdel Fatah al-Sisi und die anderen Putschführer an, den Bürger und Präsidenten Mohammed Mursi entführt zu haben“, sagte Mursis Sohn Osama am Montag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Kairo. International werden die Rufe nach einer Freilassung Mursis lauter.

    Die EU-Außenminister forderten in einer gemeinsamen Erklärung zu Ägypten ausdrücklich „die Freilassung aller politischen Häftlinge, Mohammed Mursi eingeschlossen“. Zugleich verlangten sie erneut Wahlen und einen Übergang zu einer zivilen Regierung in Ägypten. „Es ist jetzt von äußerster Wichtigkeit, dass Ägypten einen Wandel einleitet, der einen Übergang der Macht zu einer von Zivilisten geführten und demokratisch gewählten Regierung erlaubt“, hieß es in Brüssel weiter.

    • rtr
    • dpa
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