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Tränengas, Wasserwerfer, Gummigeschosse Istanbuler Polizei geht hart gegen Demonstranten vor

Die Ereignisse in der Türkei spitzen sich erneut zu. Hunderte Menschen haben am Samstag in Istanbul gegen die Festnahmen von Politikern demonstriert. Die Polizei zögerte nicht lange, um der Aktion ein Ende zu setzen.
05.11.2016 - 17:26 Uhr
Hunderte Menschen haben am Samstag in Istanbul gegen die Festnahmen von kurdischen Politikern demonstriert. Die Polizei nutze Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse, um die Menge auseinanderzutreiben. Quelle: AP
Vorgehen gegen den Protest

Hunderte Menschen haben am Samstag in Istanbul gegen die Festnahmen von kurdischen Politikern demonstriert. Die Polizei nutze Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse, um die Menge auseinanderzutreiben.

(Foto: AP)

Istanbul Die Polizei in Istanbul ist am Samstag mit Tränengas und Wasserwerfern gegen hunderte Demonstranten vorgegangen, die in der türkischen Metropole gegen die Festnahme kurdischer Politiker protestierten. Wie mehrere AFP-Reporter berichteten, demonstrierte die Menge vor einer Moschee im Bezirk Sisli im europäischen Teil von Istanbul. Viele betitelten den Staat in Sprechchören als „faschistisch“ und riefen „Wir werden nicht schweigen“.

Die Polizei griff aber rasch ein und trieb die Menge auseinander. Neben Tränengas und Wasserwerfern setzte sie auch Gummigeschosse ein. Der Protest der Menge richtete sich gegen die Festnahme von mehreren Abgeordneten der prokurdischen Oppositionspartei HDP. Unter den Festgesetzten sind auch die beiden Parteichefs Selahattin Demirtas und Figen Yüksedag.

An den Razzien der türkischen Behörden hatte es massive internationale Kritik gegeben. Dessen ungeachtet ordnete ein Gericht in Istanbul am Samstag an, dass neun Mitarbeiter der türkischen Oppositionszeitung „Cumhuriyet“ weiter in Haft bleiben. Unter ihnen ist auch Chefredakteur Murat Sabuncu.

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