Treffen in Alaska: Trump wollte Putin mit einer Mega-Airbase beeindrucken
Anchorage, Washington. US-Präsident Donald Trump hat ein Faible für Militärsymbolik. Das weiß die Welt spätestens seit Juni, als er eine 45 Millionen Dollar teure Parade samt Panzern, Kampfjets und marschierenden Soldaten in Washington abhalten ließ.
Auch beim Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin an diesem Freitag spielt Symbolik eine große Rolle: Denn der Ort des Gipfels, die Joint Base Elmendorf-Richardson (JBER) in der Nähe der Stadt Anchorage im US-Bundesstaat Alaska, dürfte nicht zufällig ausgewählt worden sein.
JBER ist eines der wichtigsten militärischen Prestigeprojekte der Trump-Regierung. Derzeit werden 300 Millionen US-Dollar in eine Erweiterung der Landebahnen gesteckt, was wegen der geografischen Besonderheiten kompliziert ist.
Das Gelände befindet sich teils auf Permafrostboden, und da sich Alaska nahe des Polarkreises befindet, ist es im Winter sehr kalt und es gibt nur für wenige Stunden Tageslicht. US-Soldaten, die sich nach JBER entsenden lassen, tun dies häufig, um unter Extrembedingungen trainieren zu können.
Erst kürzlich organisierte das US-Außenministerium eine Tour für ausländische Journalisten aus Europa, Südamerika und Asien, an der auch das Handelsblatt teilnahm, durch Alaska – die Militärbasis war die zentrale Station.