Treffen in Berlin Biden sichert Europa uneingeschränkte Solidarität zu

US-Vizepräsident Joe Biden hat in Berlin mit Kanzlerin Merkel über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA gesprochen. Er reist nun weiter zur Münchener Sicherheitskonferenz, wo es auch um den Iran geht.
Update: 01.02.2013 - 20:55 Uhr 6 Kommentare
US-Vizepräsident Joe Biden und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Quelle: AFP

US-Vizepräsident Joe Biden und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

(Foto: AFP)

BerlinDie Bundesregierung und die deutsche Industrie dringen auf den schnellen Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Freitag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Vizepräsident Joe Biden in Berlin, sie sehe bei den Verhandlungen "positive Zeichen", wünsche sich aber weitere Fortschritte. Sie sei sehr dankbar, dass US-Präsident Barack Obama das Thema von sich aus auf die Tagesordnung gesetzt habe, fügte Merkel hinzu.

Die Bundeskanzlerin gehört zu den größten Befürwortern eines solchen Handelsabkommens und hat dies mehrfach unterstrichen. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, appellierte an den US-Kongress: "Die USA und die Europäische Union müssen endlich die Weichen für ein anspruchsvolles transatlantisches Wirtschafts- und Handelsabkommen stellen." Das Projekt könne zusätzliches Wachstum und eine neue starke Dynamik in den Welthandel bringen. "Keine Seite darf es weiter torpedieren", warnte Grillo und fügte hinzu: "Jetzt haben wir das Zeitfenster, um Verhandlungen aufzunehmen."

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Wirtschaftsminister Philipp Rösler sagte, ein solches Abkommen liege im besonderen Interesse der deutschen Wirtschaft. Es gehe darum, den Wohlstand diesseits und jenseits des Atlantiks zu sichern. "Trotz eines zunehmenden Augenmerks auf die Pazifikregion ist die EU nach wie vor der bedeutendste Handelspartner der USA", sagte der Vizekanzler und FDP-Chef dem "Tagesspiegel" von Samstag laut Vorabbericht.

Für Deutschland seien die USA der wichtigste Exportmarkt außerhalb Europas, die Ausfuhren in die USA seien im vergangenen Jahr um ein Fünftel gestiegen. "Das zeigt die enorme Dynamik in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen."

Am Samstag sprechen Vertreter der deutschen Wirtschaft im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz mit US-Senatoren und amerikanischen Abgeordneten über die Chancen für ein solches Abkommen. Der BDI-Präsident plädierte dafür, unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen.

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6 Kommentare zu "Treffen in Berlin: Biden sichert Europa uneingeschränkte Solidarität zu"

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  • "Was hat Herr Biden wohl mit unserer Kanzlerin im Vorfeld besprochen?"

    Einmal davon abgesehen, dass die Verräterin nicht "meine Kanzlerin" ist oder jemals war, hat die Kuh auf dem Bild jedenfalls ihren Kopf schon ordentlich angstvoll eingezogen.

    War wohl wieder das alte, bekannte ein Mann-Spiel: unsere geliebten Siegermachtsfreunde USA bestimmen, die Zonenwachtel setzt um!
    Alternativlos und koste es uns, was immer es wolle!

  • Wozu ein Freihandelsabkommen wenn eh keine Restriktionen zwischen der EU und den USA bestehen?

    Wohl eher um die EU an die USA zu binden. Im Interesse der US-Geopolitik.
    Mit dem vereinten Europa, inklusive Russland, wird es nun wohl nichts mehr. Ein vereintes Europa, als stärkste Kraft der Welt, liegt nun mal nicht im Interesse der USA.

    Tolle Leistung! Erst zünden die USA die Finanzkrise mit Fakehypotheken in Europa und dann zerschlagen Sie die Europäische Entwicklung. Alles zu Lasten der EU-Bürger.

    Was hat Herr Biden wohl mit unserer Kanzlerin im Vorfeld besprochen?

    "Vor der Konferenz traf Biden mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin zusammen und hob die Bedeutung der Partnerschaft zwischen den USA und Europa hervor."

  • O-Ton US-Regime
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    Biden sichert Europa uneingeschränkte Solidarität zu
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    Darauf können wir dankend verzichten.

    Die USA sollten vielleicht mal ihre Truppen aus Europa abziehen und ihren desolaten Staatshaushalt in Ordnung bringen.

    Yankee go home!

  • Das war schon bekannt, nur jetzt wird es Fakt werden. Im Umkehrschluß heißt dies doc nach der NATO-Mitgliedschaft und dem NATO-Doppelbeschluß, die Sicherung der Arbeitsplätze mit immer mehr Waffen, die dem Frieden in der Welt dienen.

    Da kommt die heutige Gemengenlage in den afrikanischen Rohstoffländern noch gerade rechtzeitig aufs Tableau gekommen, um den männlichen und den dämlichen vortrefflich zu suggerieren, wir können nicht anders.

    Den Frieden mit Waffen erhalten, das kann die USA vortrefflich, aber den Hunger in der Welt bekämpfen geht nicht; denn das eine schließt das andere direkt aus.

    Wer heute noch herumjammert, wir können nicht anders, muß sich mehr als zuvor sagen lassen. So sehen "richtige" Gewinner aus. Zuerst die Bankenrettung mit Geld, das kein Mensch hat und nun die Rettung der Waffenlobby, die kein Mensch braucht, um in Frieden leben zu wollen. Umgekehrt wird ein Schuh draus, derer sich in den arabischen Staaten immer mehr bedienen, um sie in Richtung der Inhaber der Gewalten entgegen zu schleudern.

    Manche erleben bereits heute, ohne Schuhe in der Richtung zu halten, wie es aussieht, wenn es die letzten Paar an den Füßen kostet. Na klar, selbst Schuld, dann geht halt barfuß. Wenn sich die Menschen allerorten diese Chizophrenie andauernd bieten lassen, wird der ZEITpunkt immer nähe schreiten, bis nichts mehr geht, dann gibt es tatsächlich nur noch Waffen, ohne Menschen, fertig.

  • Genau so ist es !

  • So läuft der Hase also!
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/transatlantische-freihandelszone-die-vereinigten-staaten-des-westens/7719596.html
    Es hat eben Vorteile ein avancierter Systemjournalist, Chefredakteur und Mit-Herausgeber zu sein! Man darf für die Mächtigen die mediale Vorbereitung betreiben.

    John Swinton, berühmter New Yorker Journalist (um 1880)
    Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen. Sie wissen es, ich weiß es, wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind die Marionetten, sie ziehen die Schnüre und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.

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