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Treffen in Hanoi Trump sieht Schuld für Abbruch des Kim-Treffens auch bei den Demokraten

Donald Trump findet einen neuen Grund für seinen plötzlichen Abgang beim Gipfel mit Kim Jong Un. Schuld sind demnach die Demokraten.
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Der US-Präsident sieht einen neuen Grund für den Abbruch des Nordkorea-Gipfels. Quelle: AP
Donald Trump

Der US-Präsident sieht einen neuen Grund für den Abbruch des Nordkorea-Gipfels.

(Foto: AP)

DüsseldorfDonald Trump hat einen neuen Schuldigen für das ergebnislose Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gefunden: die Demokraten in Washington. Diesen warf der US-Präsident bei Twitter vor, durch die zeitgleiche Kongressanhörung seines ehemaligen Anwalts Michael Cohen den Abbruch der Gespräche mitverantwortet zu haben.

Wenn die Demokraten in einer offenen Anhörung „einen verurteilten Lügner und Betrüger“ parallel zum Nukleargipfel mit Nordkorea befragten, sei das „vielleicht ein neuer Tiefpunkt in der amerikanischen Politik“, schrieb Trump. Das sei noch nie passiert, während ein US-Präsident in Übersee gewesen sei und habe möglicherweise zum „Abgang“ beigetragen.

Damit nahm Trump Bezug auf seine eigene Aussage nach dem Scheitern des Gipfels in Vietnam. „Manchmal muss man eben gehen“, hatte Trump damals gesagt.

Mit seiner Einschätzung ist der US-Präsident bei den Republikanern nicht alleine. Trump teilte auf seinem Twitter-Account einen Interviewausschnitt des Fernsehsender ABC mit Kevin McCarthy, dem Anführer der Republikaner im Repräsentantenhaus. In diesem sagt McCarthy: „Sie lehnen den Präsident so sehr ab, dass sie ihm keine Möglichkeit für den Versuche geben wollten, Nordkorea zu denuklearisieren.“

Bislang haben die USA und Nordkorea unterschiedliche Gründe für das abrupte Auseinandergehen beim Gipfel vergangene Woche in Vietnam genannt. Trump sagte, Kim habe von ihm eine Aufhebung aller Sanktionen gegen sein Land verlangt. Aus Nordkorea hieß es dagegen, der Machthaber habe nur um eine Teilaufhebung gebeten und im Gegenzug eine Schließung von Nordkoreas Hauptatomkomplex angeboten. Beide Seiten nannten jedoch die amerikanischen Sanktionen als Knackpunkt.

Ob Trump den Gipfel jetzt als gescheitert oder als Erfolg ansieht, ist unklar. Bei der Conservative Political Action Conference (CPAC), der größten konservativen Versammlung der USA, sagte Trump, das Treffen sei ein Erfolg und die Gespräche sehr produktiv gewesen. „Wir haben große Fortschritte gemacht. Wir werden weiter Fortschritte machen“, sagte Trump.

Auch der Sicherheitsberater des Weißen Hauses, John Bolton, bezeichnete den Gipfel als Erfolg. Trump sei bei den nationalen Sicherheitsinteressen vorangekommen, indem er ein schlechtes Abkommen abgelehnt habe, sagte Bolton in drei TV-Interviews. Gleichzeitig habe er Kim zu überzeugen versucht, den „großen Deal“ anzunehmen, der „wirklich einen Unterschied für Nordkorea“ machen könnte.

Dass Trump jetzt die Demokraten für den Abbruch der Gespräche mitverantwortlich macht, lässt auch einen anderen Schluss zu.

Mit Agenturmaterial.

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