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„Trendwende“ Vorerst kein Schuldenerlass für Griechenland

Mit neuen IWF-Geldern ist das fast 250 Milliarden schwere Griechenland-Paket am Freitag weiter gewachsen. Ein Schuldenerlass gibt es aber vorerst nicht. Die Eurogruppe hält ihn für nicht nötig.
01.06.2013 - 01:52 Uhr 60 Kommentare
Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem: „Es gibt erste Anzeichen für eine Trendwende.“ Quelle: AFP

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem: „Es gibt erste Anzeichen für eine Trendwende.“

(Foto: AFP)

Athen/Washington Die Länder der Eurozone wollen nicht vor April 2014 über einen weiteren Schuldenerlass für Griechenland beraten. Das erklärte der niederländische Finanzminister und Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Freitag bei seinem Antrittsbesuch in Athen. Vor diesem Termin sehe er keine Notwendigkeit, eine solche Diskussion zu beginnen.

Dijsselbloem traf sich mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras und mit Finanzminister Yannis Stournaras, um über die Bemühungen des Landes bei der Bewältigung der Schuldenkrise zu sprechen. Anschließend erklärte er, er sei zuversichtlich, dass das griechische Programm auf sicheren Füßen stehe. „Es gibt erste Anzeichen für eine Trendwende“, fügte er hinzu.

Nächstes Jahr sei eine Besserung zu erwarten mit leichtem Wachstum, sagte der Niederländer bei seinem ersten Besuch als Chef des Eurogremiums in Athen. Die ganze Eurogruppe habe großen Respekt davor, welch schwere Zeiten die Griechen jetzt für einige Jahre durchmachen müssten, erklärte er.

Dijsselbloem betonte, alle Staaten der Eurozone müssten Reformen realisieren. „Alle Länder der Eurozone müssen konkurrenzfähiger werden“, sagte er. Der Eurogruppenchef traf am Freitag zunächst Regierungschef Antonis Samaras von den Konservativen und dessen Koalitionspartner, den Sozialisten Evangelos Venizelos. Der Chef der kleineren Koalitionspartei Demokratische Linke, Fotis Kouvelis, fehlte aus gesundheitlichen Gründen.

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    Der Internationale Währungsfonds IWF gab derweil weitere Finanzhilfen für Griechenland frei. Nachdem der IWF dem Land eine gute Umsetzung des Sparprogramms bescheinigt hat, fließen noch einmal 2,26 Milliarden Dollar (1,74 Milliarden Euro).

    Damit steigt die Griechenlandhilfe des IWF auf 8,55 Milliarden Dollar (6,6 Milliarden Euro). Das ist im Vergleich zum Rettungspaket der Europäischen Union aber nur ein kleiner Beitrag. Insgesamt hat Griechenland bislang mehr als 250 Milliarden Dollar (192 Milliarden Euro) an Unterstützung erhalten.

    • ap
    • dpa
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    60 Kommentare zu "„Trendwende“: Vorerst kein Schuldenerlass für Griechenland"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • UMFRAGE

      http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_63395934/forsa-umfrage-beide-politischen-lager-ohne-mehrheit.html

      Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?
      STAND: Sonntag, 02.06.2013/ 12.04h
      Es haben 17603 Besucher abgestimmt

      CDU/CSU
      25.6%
      (4499 Stimmen)

      SPD
      12.9%
      (2275 Stimmen)

      Die Grünen
      4%
      (707 Stimmen)

      FDP
      3.1%
      (547 Stimmen)

      Piratenpartei
      1.7%
      (294 Stimmen)

      AfD
      39.5%
      (6952 Stimmen)

      Die Linke
      3.8%
      (672 Stimmen)

      Keine Partei
      3.9%
      (693 Stimmen)

      Andere Parteien
      5.5%
      (964 Stimmen)

      * Diese Nutzerumfrage ist nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Online-Umfragen sind einem hohen technischen Missbrauchsrisiko ausgesetzt, die Ergebnisse dieser Umfrage könnten eventuell von Dritten manipuliert worden sein.
      ------------------------------------
      Schaut mal rein, anklicken und wählen geht auch!

    • Delinix:
      "Rechner und andere rechnen und rechnen und vergleichen ihre Daten miteinander… "

      Darüber vergeht aber die Zeit zu DENKEN. Das ist ein Jammer.... Früher hab ich meinen Mitarbeitern immer beigebracht, dass rechnen und denken sich wie 2:5 verhalten sollten. Wenn man aber Rechner ist, dann ist das Verhältnis 5:0. Wobei ich damit nicht gesagt habe, was "besser/richtiger" sei.
      Eindeutig richtig dürfte jedoch sein, vorgängig zu denken und nachgelagert zu rechnen, denn rechnen kann man jeden Blödsinn.

    • Zitat traeumenderRechner:

      "Rechner, Sie sind ein verkappter Gutmensch."

      No, no, no, er versucht nur, uns hier die Rechenkünste des Finanzministeriums anzudienen, damit wir keinesfalls "falsch" wählen, weil wir die Weisheit unseres ZK nicht richtig begreifen. Es ist Wahlkampf, Leute, und die 5. Kolonnen derjenigen, die sich fürchten, sind wohl in Marsch gesetzt.

    • Rechner sagt:
      --------------
      Irgendwas dazwischen erscheint mir realistisch.
      --------------
      Dazu sagt kurve: Danke, sehr präzise! Genau das, was man von einem regierungsamtlichen Rechner erwarten kann.
      Weiter so. Alternativlos - in den Orkus.

    • Hahaha, ich finde das witzig. Rechner und andere rechnen und rechnen und vergleichen ihre Daten miteinander… man könnte glatt glauben, sie denken tatsächlich, dass die Griechen irgendwann ihre Schulden zurückbezahlen…
      Das ist typisch deutsch… diese Super-Genauigkeit… selbst das Unwahrscheinliche wird in seiner Unwahrscheinlichkeit noch haargenau analysiert und berechnet. Die griechische Polit-Elite lacht sich kaputt über Sie und nennt Sie „Kouto Frangoi“, die naiven (dummen) Europäer. Für die anderen Griechen aber, für das einfache Volk, dem inzwischen das Fell über die Ohren gezogen wird, ist das einfach nur zynisch und grausam. Es ist, als stünde man neben einem Verhungernden und unterhielte sich darüber, auf welche unterschiedliche Weise man ihn ernähren könnte.
      Das hat schon etwas Makabres.

    • @Rechner
      Da hat „Ionsoes“ Recht. Mir fällt auch auf, dass Sie bei Ihrer GR-Betrachtung stets vergessen, dass Sie es hier nicht mit mittel- oder nordeuropäisch denkenden und handelnden Menschen zu tun haben. GR können Sie nicht einmal mit dem Balkan vergleichen – dort geht es vergleichsweise geordnet und strukturiert zu.
      Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie versuchen, sich am Orient zu orientieren. Niemand würde doch auf die Idee kommen, dort Verfahren aus Mitteleuropa anzuwenden, es wäre von Anfang an Jedem klar, dass das nicht funktionieren kann.

      Es ist ja nicht nur ein Schuldenproblem oder ein Problem mangelnder Produktion. Es haben sich in diesem Land seit dem Entstehen praktisch alle Werte verschoben – und der EU-Beitritt hat das nur noch verschlimmert. Hier gilt nicht der Tüchtige, sondern der Gewiefte. Es ist egal, woher Ihr Geld kommt, wenn Sie es nur GESCHAFFT haben, es zu bekommen. Man bewundert offen (auch in den Medien!) die Schlitzohren. Bestraft wird kaum jemand. In den Behörden gibt es unglaubliche Bestechungen, aber niemals einen Regress oder gar eine Entlassung, wenn jemand erwischt wird.
      Das Rechtssystem ist praktisch außer Kraft gesetzt, denn Sie können sich frei kaufen.
      Die Griechen haben in ihrer sehr großen Mehrheit überhaupt kein Unrechtsbewusstsein.
      Die Zustände hier in GR sind derart haarsträubend, unfassbar chaotisch und bar Allem, was wir ansonsten als selbstverständliche Werte betrachten, dass nicht einmal Menschen, die hier seit langem leben, wissen, wie man das ändern könnte. Wo ist der Anfang des Knäuels und wer kann es entwirren?

      Sicher ist nur, dass es NICHT die EU mit unserem Geld ist – dies wirkt, als wollten Sie ein Feuer mit Öl löschen.

      Und nach dem, was ich aus Portugal, Spanien und Italien höre, kann ich nicht ausschließen, dass es dort ähnlich zugeht.

    • Lieber Rechner, hör auf mit "gefakten offiziellen Zahlen" zu operieren. Gehört zwar derzeit zum guten Ton, beschäftigen Sie sich mal mit der griechischen Sozialversicherung . Griechische Lieschen Müller könnten Ihnen da paar Hinweise stecken.

      Ihr seid mir schon so "Troika-Deplhijungfrauen".
      ( nur am Rande: die "griechische Finanzverwaltung" läuft zur Höchstform auf, das Geschäft läuft wie bisher in sehr trockenen Tüchern ).

    • 'BerndM' sagt
      ----------------
      Ihr Geld auf der Bank ist in Gefahr :
      EZB kann bereits auf jedes Konto zugreifen –
      Abbuchungen wie in Zypern in Vorbereitung – gut hinsetzen und ansehen :

      http://www.youtube.com/watch?v=0iLj7yWFN2k
      ----------------

      Gähn!

      Seit Jahren versuchen CIA und foundations mit derartigen Latrinenparolen den Euro zu unterminieren.

      Und Bernd-das-Brot postet sein Standard-Gerücht seit Monaten bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit.

      ...

      Besonders infam ist es, wie die Feind-Agenten auf Dummenfang gehen indem sie die Rettung der ersten 100.000 Euro der Bankeinleger in Zypern in eine Sparerenteignung umzulügen versuchen.

    • Ihr Geld auf der Bank ist in Gefahr :
      EZB kann bereits auf jedes Konto zugreifen –
      Abbuchungen wie in Zypern in Vorbereitung – gut hinsetzen und ansehen :

      http://www.youtube.com/watch?v=0iLj7yWFN2k

    • Zitat Rechner:
      Dahingehend daß dieser gute Wille in der Vegangenheit beiweitem nicht in ausreichendem Maße gegeben war, stimme ich Ihnen zu.

      Das ist aber kein zwingender Beweis dafür, daß das in Zukunft nicht der Fall sein wird


      Rechner, Sie sind ein verkappter Gutmensch. Ihre Fairness in Ehren, aber die Rechnung geht vom psychologischen her nicht auf und die Leute hier im Forum fühlen das.

      Wenn dieser gute Wille in der Vergangenheit nicht da war, dann ist er jetzt zweimals nicht mehr da. So einfach ist dieses. Dass die Proteste leiser werden ist kein Zeichen, dass man nun guten Willen zeigt, sondern Zeichen der Resignation - das Stadium vor dem Tode. Das Aufgeben.
      Es ist ein logischer Fehler von Ihnen aufgrund einer Zahlenreihe, die in eine Richtung weist, anzunehmen, dass dies zwingend so weiter gehen wird.

      Die Politik verfolgt von Anfang dasselbe Ziel der Bereicherung bestimmter Kreise. Und wenn man hierzu Fussvolk opfern muss, dann tut man das ohne mit der Wimper zu zucken. Es gibt keinerlei Grund der Annahme, dass es in Griechenland nun zur grossen Erleuchtung gekommen ist und die Griechen nun von Engeln regiert werden, die auf einmal alle geläutert sind.

      Wunschdenken, lieber Rechner, lässt Menschen leichter leben, aber wenn man sich darin zu sehr verirrt, wird der Aufprall umso härter.

      Echte Realpolitik würde bedeuten, endlich davon auszugehen, dass die Griechen so weitermachen wie bisher und sich auf weiteres Geschwafel inkl. Quertreiberei einzustellen. Das bedeutet ja nicht, dass die griechischen Politiker keine Chance hätten, das Gegenteil zu beweisen.

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