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Troika-Prüfungen Griechenland im Dauer-Reformstress

Ausgerechnet der Monat August, in dem ganz Griechenland traditionell ausspannt, wird in diesem Jahr zu einer Zitterpartie. Die Regierung muss zahlreiche Reformen umsetzen. Gelingt dies nicht, droht die Pleite.
30.07.2012 - 07:32 Uhr 9 Kommentare
Der Schriftzug

Der Schriftzug "Krise" auf einer griechischen Euro-Münze.

(Foto: dpa)

Athen Die Sommerferien verbringt Giannis Stournaras am liebsten in seinem Landhaus auf der Kykladeninsel Syros. Vom kleinen Strand unterhalb des Grundstücks schwimmt er gern hinüber zum Leuchtturm – drei Kilometer hin, drei Kilometer zurück. Aber jetzt ist die Ausdauer des Langstreckenschwimmers Stournaras anderweitig gefragt.

Im 6. Stock seines  Ministeriums am Athener Syntagmaplatz brütet der griechische Finanzminister über einem viele Seiten umfassenden Zahlenwerk. In den kommenden zwei Jahren soll Griechenland seinen Haushalt um 11,5 Milliarden Euro entlasten, um die Defizitquote 2014 unter die Dreiprozentmarke zu drücken, die der Stabilitätspakt als Obergrenze festschreibt. So sehen es die Vorgaben des zweiten-Griechenland-Rettungspakets vom  Februar vor. Das Sparprogramm ist eine Herkulesaufgabe, vor allem vor dem Hintergrund der schweren Rezession, in der sich das Land befindet.

Aber die Zeit drängt. Die Troika, die seit Mitte vergangener Woche in Athen die Umsetzung der Spar- und Reformvorgaben prüft, erwartet schnellstens Details der Finanzplanung. Die sollten eigentlich schon im Juni vorliegen. Durch die Parlamentswahlen gerieten die Griechen aber in Rückstand.

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    Am heutigen Montag wollen die Vorsitzenden der drei Regierungsparteien das Paket in trockene Tücher bringen. Aber auch wenn das gelingt, kann Finanzminister Stournaras nicht in Urlaub gehen. Die technischen Experten der Troika werden mindestens noch bis zum 7. August in Athen die Bücher prüfen.

    Ferien sind für Athen ein Fremdwort
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    9 Kommentare zu "Troika-Prüfungen: Griechenland im Dauer-Reformstress"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Es wird kein Steuerabkommen gemacht...da man Griechebland Pleite gehen lassen möchte. Es ist nicht so das Sie das Geld von Griechenland wollen, sondern Griechenland selbst!!! Ganz einfach!

    • @HotSix: Eine Aussage die der A. Hitlers nahe kommt.

    • Die griechische Elite nutzt in einer unverschämten Art und Weise große Teile der eigenen Bevölkerung als Schutzschild um ihre Macht und ihr Vermögen zu schützen. Ich verstehe voll und ganz, dass die bisherigen Anstrengungen für weite Teile der Bevölkerung sehr schlimm sind, und weitere Einsparungen kein Lösungsweg sind. Was die griechischen Eliten allerdings nicht sagen, ist dass viele reiche Griechen bisher praktisch kaum einen Rettungsbeitrag geleistet haben!

      Laut einer Studie des griech. Finanzministeriums liegen mindestens 200 Mrd. Euro auf griech. Konten in der Schweiz. Dabei wird vermutet, dass ein großer Teil dieser Vermögen unversteuertes Schwarzgeld ist. Warum wird hier kein Steuerabkommen zwischen Griechenland und der Schweiz ausgehandelt, wie es auch England und Deutschland gemacht haben? Mit einer einmaligen Quellenbesteuerung wird das Geld legalisiert und kann in Zukunft dann ganz regulär besteuert werden. Bei einer ähnlichen Besteuerung wie Deutschland oder England würde Griechenland auf einen Schlag 40-60 Mrd. Euro einnehmen können und zukünftig einige Mrd. Euro pro Jahr! Das schweizer Vermögen der Griechen trägt nicht zum Wachstum in Griechenland bei, und eine Besteuerung wird sich deshalb im Vergleich zu anderen Steuerhöhungen und Leistungskürzungen im Inland nicht negativ auf das griechische Wachstum auswirken!

      Dass die griechischen Politiker (praktisch aller Parteien) das nicht frewillig umsetzen ist klar, da ein Teil der schweizer Konten ja von den Politikern selbst sind, und ein weiterer Teil von ihren Freunden und Unterstützern. Aber warum zwingt hier die Troika (oder das griechische Volk) die griechischen Politiker nicht zu einem solchen Schritt? Anstatt das Geld von europäischen Steuerzahlern zu nehmen, sollte als erstes Mal Geld von den reichen Griechen genommen werden! Dann könnte man auch die Sparprogramme für große Teile der Bevölkerung sofort wieder etwas lockern und die Wirtschaft ankurbeln.

    • Warum erinnert mich das an die Rede des US-Außenministers H. Kissinger:

      "Das Griechische Volk ist Anarchisch und sehr schwer zu beherrschen, aus diesem Grund müssen wir Sie tief in Ihren Kulturellen Wurzeln treffen.
      So zwingen wir Sie vielleicht dazu sich unterzuordnen.
      Ich meine damit Ihre Sprache, Ihre Religion und Ihre Historische und Kulturelle speicher anzugreifen um so Ihnen die Möglichkeiten zu nehmen sich weiter zu Entwickeln,
      Sie sollen sich selbst nicht erkennen oder gar zeigen das Sie gewinnen könnten.
      Nur so können wir die Hindernisse in unseren Strategischen Plänen für den Balkan, das Mittelmeer und den Nahen Osten durchsetzten"

    • "harte" Sparpakete... noch härtere Sparpakete usw. ein Witz
      sofortige Zwangshypothek für alle griechischen Immobilienbesitzer und Reeder.
      Zwangsanleihen für besitzer teurer Autos in Griechenland
      Vermögensabgabe für alle Griechen,deren Besitz 100TEURO
      übersteigt usw.
      aber die Griechen wollen doch nur eines:
      Das Geld der Deutschen entweder als Tourist oder als "EUROretter" in einer Transferunion
      und wenn es mit beiden nicht funktioniert, dann eben
      Entschädigung von Deutschland für die Verluste aus der Besatztungszeit während des 2. Weltkriegs durch Nazideutschland.


    • HB Hauskorrespondent will uns wohl vermitteln, dass die GR Politk unverändert im Schweisse ihres Angesichts Reformen dengelt.

      Nichts dergleichen, die schieben paar Manipulationsstatistiken hin und her, hoffen auf die nächste MRD Tranche und treffen sich danach im Clube bei Weib und Gesang. Ist doch so, oder etwa nicht ?

      Suchen Sie mal die Clubes auf und schnappen paar "hellenische Lebenselexiere" für uns auf.

    • Solange die Reeder weiterhin nahezu keine Steuern zahlen und die beiseite geschafften Vermögen der Griechischen Millliardäre weiterhin geschont werden, sind die "Reformen" im Endeffekt nicht mehr Placebos.

    • Stress hat die griechische Regierung sicher. Nicht aber Reformstress, sondern Versprechungsstress. Reformen wurden nämlich gar keine angegangen bisher.

    • Es ist Sommer, auch die Radakteure beim HB machen offensichtlich Urlaub;o), denn eine Sinnhaftigkeit des Inhalts dieses Artikels habe zumindest ich vergebens gesucht.
      Der Markt wird nur einmal kurz Rülpsen, wenn die Steuergelder hart arbeitender EU - Bürger nicht mehr dorthin überwiesen werden, um diese dort zu verbrennen.
      Nach zwei, drei Wochen, würde alles wieder seinen Gang gehen und kein Wirtschaftsblatt würde noch vollkommen unbedeutende Artikel über das ach so "arme" Land schreiben.

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