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Trotz Anschlagsserie Indien hält an Friedensdialog mit Pakistan fest

Indien hält trotz der Anschlagsserie weiter an dem Friedensdialog mit Pakistan fest. Derweil fahnden die Behörden mit Hochdruck nach den Attentätern - und sichten neues Beweismaterial.
15.07.2011 - 17:40 Uhr Kommentieren
Indische Polizisten bewachen den Ort, an dem das Attentat stattfand. Quelle: dapd

Indische Polizisten bewachen den Ort, an dem das Attentat stattfand.

(Foto: dapd)

Neu Delhi Indien fühlt sich nach eigener Aussage auch nach der Anschlagsserie in Mumbai dem Friedensdialog mit Pakistan verpflichtet. Damit trat die Regierung in Neu-Delhi Spekulationen entgegen, die die drei Bombenattentate mit 17 Toten in Verbindung mit dem Nachbarland bringen. Indien teilte mit, Termine für die nächste Verhandlungsrunde auszuarbeiten, die noch für diesen Monat erwartet wird und an der voraussichtlich ranghohe Vertreter beider Länder teilnehmen werden.

Die pakistanische Regierung hatte die Anschläge eilig verurteilt und eine angemessene Reaktion Indiens begrüßt. Der pakistanische Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani teilte mit, er sei zufrieden, dass beide Länder ihren Dialog fortsetzten und sich nicht von Terroristen gegeneinander aufbringen ließen.

Die Suche nach Verdächtigen geht weiter

In Mumbai wertete die Polizei am Freitag derweil forensische Beweise aus und sichtete Videoaufzeichnungen. Auf elf CDs aus Überwachungskameras werde nach verdächtigen Personen oder Aktivitäten gesucht, sagte der Staatssekretär im Innenministerium, R.K. Singh, zu Journalisten in Neu-Delhi. Zudem sei eine E-Mail von außerhalb Mumbais abgefangen worden, sagte Singh, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

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    Die Ermittler untersuchten auch Beweismittel, die an den Tatorten sichergestellt wurden, sagte der höchste gewählte Vertreter des Unionsstaats Maharashtra, Prithviraj Chavan, dem Nachrichtensender CNN-IBN.

    Auch sei ein Motorroller identifiziert worden, in dem eine der Bomben versteckt worden war, sagte Singh. Bei allen Bomben habe es sich um improvisierte Sprengsätze aus Ammoniumnitrat mit elektrischen Zündern gehandelt, hieß es weiter.

    Bislang hat sich noch niemand zu den Anschlägen in Mumbai bekannt. Auch die Behörden haben sich bislang nicht zu den möglichen Drahtziehern der Attentate geäußert. Allerdings sagen Geheimdienstanalysten, dass das Anschlagsmuster auf die indischen Mudschahedin - eine Gruppe militanter Islamisten - hinweise. Die militante pakistanische Gruppe Lashkar-e-Taiba unterstütze die indischen Mudschahedin seit 2004 ideologisch, aber auch durch Training, sagte ein früherer indischer Geheimdienstvertreter der Nachrichtenagentur AP.

    • dapd
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