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Trotz hoher Kriminalität Brasiliens künftiger Präsident will Zugang zu Waffen direkt nach Amtsantritt erleichtern

Mehr als 63.000 Menschen wurden in Brasilien 2017 getötet. Dennoch will Jair Bolsonaro das Waffenrecht liberalisieren. Kritiker schlagen Alarm.
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Brasiliens neuer Präsident tritt am 1. Januar 2019 sein Amt an. Quelle: AFP
Jair Bolsonaro

Brasiliens neuer Präsident tritt am 1. Januar 2019 sein Amt an.

(Foto: AFP)

Rio de JaneiroBrasiliens künftiger Präsident Jair Bolsonaro will das Waffenrecht direkt nach seinem Amtsantritt an Neujahr per Dekret liberalisieren. „Mit einem Dekret wollen wir den Waffenbesitz für Bürger ohne Vorstrafen garantieren“, schrieb der Ex-Militär am Samstag auf Twitter.

Bereits im Wahlkampf hatte Bolsonaro angekündigt, den Zugang zu Waffen zu erleichtern. So könnten sich Bürger seiner Auffassung nach besser gegen Kriminelle verteidigen.

Bereits jetzt sind in Brasilien zahlreiche illegale Waffen im Umlauf. Kritiker befürchten nun, dass eine Liberalisierung des Waffenrechts die Gewalt noch weiter verschärfen könnte. Brasilien leidet unter einer Mordwelle: 2017 wurden mehr als 63.000 Menschen getötet. Zum Vergleich: In Deutschland gab es im vergangenen Jahr etwa 730 Tötungsdelikte.

Bolsonaro tritt am 1. Januar 2019 sein Amt an. Der Rechtspopulist hatte zuletzt immer wieder mit rassistischen Kommentaren, extremistischen Parolen und seiner Bewunderung für die Militärdiktatur provoziert. Oppositionelle und Menschenrechtsaktivisten halten ihn für eine Gefahr für die noch junge Demokratie in Brasilien.

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  • dpa
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